Rezension

[REZENSION] Heartbreak Hotel

Redakteur: Anette Wolf

Titel: Heartbreak Hotel (OT: Heartbreak Hotel)
Autorin: Micol Arianna Beltramini
Illustratorin: Agnese Innocente
Übersetzerin: Myriam Alfano

Verlag: Ueberreuter
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre

Ausführung: Hardcover, 224 Seiten
Autorin:
Micol Arianna Beltraminis hohe Erwartungen in die Liebe wurden ständig enttäuscht. Sie gibt Literatur und Filmen daran die Schuld, die die Kluft zwischen der Realität und ihr unüberbrückbar machten. Sie schafft nun Geschichten für die, denen es ebenso geht.

Illustratorin:
Agnese Innocente mag so einiges nicht am wirklichen Leben und zieht es daher vor, mit dem Kopf in den Wolken zu bleiben. Sie hätte nichts dagegen, dort zu verweilen, aber dann würde sich niemand mehr weniger allein fühlen können, wenn er ihre Comics liest. Und das ist für sie keine Option.

 

HEARTBREAK HOTEL

 

Vier Jugendliche treffen sich im „Heartbreak Hotel“, einer Art Zwischenwelt.
Ein Mädchen hat die Liebe ihres Lebens verloren, ein Junge wurde bloßgestellt von seinem Crush. Ein weiteres Mädchen wurde von ihrem Freund und ihrer besten Freundin betrogen, während ein zweiter Junge sich die Schuld am Tod seiner Freundin gibt.
Die Leser*innen erfahren nacheinander die Geschichten der vier Protagonist*innen, die sie ins Heartbreak Hotel geführt haben. Die Schicksale der vier überschneiden sich miteinander, was am Ende sehr interessant aufgelöst wird.

Manche Geschichte hat mich mehr, manche weniger berührt. Insgesamt haben mich jedoch die Bildsprache und die passende Farbgestaltung beeindruckt, vor allem aber die vielen gelungen in die Geschichte eingearbeiteten Anspielungen auf Popkultur, seien es Filme oder auch Musikstücke.
Eine relativ große Rolle spielt hier „Alice im Wunderland“. Nicht nur werden den Teenagern die vier Karten Herz, Karo, Kreuz und Pik zugeordnet, auch das weiße Kaninchen und die Raupe spielen im Heartbreak Hotel eine Rolle.
Die in der Geschichte erwähnten Filme sind wahrscheinlich eher erwachsenen Leser*innen ein Begriff. „Heartbreak Hotel“ bietet einen Stoff, der weit über ein jugendliches Lesealter hinaus ansprechend ist, auch wenn die Akteure allesamt Teenager sind.

„Heartbreak Hotel“ klingt lange nach. Die Geschichten von Maya, Martin, Fiona und Finn, vor allem aber auch das Ende.
Die Geschichte ist tief und vielschichtig, nicht zuletzt wegen der verwendeten Symbolik.
Eine Graphic Novel, einerseits zart, anderseits sehr kraftvoll, die mit einem Inhalt aufwartet, der weit über ein jugendliches Lesealter fesseln und beeindrucken kann.

 
 

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