Rezension

[REZENSION] Der Sturm

Redakteur: Anette Wolf

Titel: Der Sturm
Autor: William Shakespeare, Barbara Kindermann
Illustrator: Sonja Wimmer

Verlag: Kindermann
Reihe: Weltliteratur für Kinder
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren

Ausführung: Hardcover, 36 Seiten
Autor:
Barbara Kindermann, geboren in Zürich, studierte Germanistik, Philosophie und Sprachen in Genf, Dublin, Florenz und Göttingen. Nach dem Abschluss ihrer Promotion war sie mehrere Jahre als Lektorin tätig und gab 1993 erstmals den 3. Band der Grimmschen Sagen heraus. 1994 gründete sie den Kindermann Verlag in Berlin.
 
Illustrator:
Nach einem Designstudium und mehrjähriger Arbeit als Grafikdesignerin in ihrer Heimatstadt München und Brüssel, studierte sie Illustration an der “Llotja”, Hochschule für Kunstgewerbe in Barcelona. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin für Verlage und andere Kunden auf der ganzen Welt. Mehrere ihrer Bücher wurden in den letzten Jahren in den Vereinigten Staaten mit diversen Preisen ausgezeichnet.

 

DER STURM

 

Mit “Der Sturm” wurde im Jubiläumsjahr des Kindermann Verlags ein weiteres Werk William Shakespeares für die Reihe Weltliteratur für Kinder adaptiert.
In “Der Sturm” erzählt William Shakespeare die Geschichte des Herzogs von Mailand, der von seinem Bruder vertrieben wird und auf einer Insel gemeinsam mit seiner Tochter Miranda ein neues Leben als Zauberer Prospero beginnt, wo ihm unter anderem der Luftgeist Ariel sowie der Sohn einer Hexe zu Diensten stehen.

Eines Tages segelt der Bruder Prosperos Antonio gemeinsam mit dem König von Neapel, der damals am Sturz Prosperos beteiligt war, an dessen Insel vorbei. Dank Ariel, der einen Sturm heraufbeschwört, wird das Schiff des machthungrigen Antonios zerstört. Gemeinsam mit Alonso von Neapel und seinem Sohn Ferdinand, sowie den Bediensteten, stranden die Schiffbrüchigen allesamt unversehrt auf Prosperos Insel.
Nun beginnt ein verrücktes und manchmal lustiges Verwirrspiel, wie man es auch von anderen Werken Shakespeares kennt. Während sich Ferdinand und Miranda zufällig auf der Insel begegnen und ineinander verlieben, heckt an anderer Stelle der Hexensohn Caliban einen mörderischen Plan gegen seinen Herren Prosperos aus. Dieser wiederum überlegt, wie er seinem Bruder und dessen Handlanger Alonso eins auswischen kann, als Strafe für seine damalige Vertreibung aus Mailand…

Auch wenn etliche Nebenfiguren und Feinheiten der Handlung aus dem Originalstück von William Shakespeare der Schere zum Opfer gefallen sind, um das Stück in eine für Kinder verständliche und gekürzte Fassung umzuschreiben, so ist doch alles von Gewicht erhalten geblieben.
Besonders begeistert haben mich bei der visuellen Umsetzung durch Sonja Wimmer die Figuren des Caliban und ganz besonders die des Luftgeistes Ariel. Überhaupt liebe ich die kräftigen und bunten Farben, die den Zauber der Insel auf das Papier bannen, so dass die durch Prospero und die Naturgeister erwirkte Magie noch greifbarer wird.

Ich schätze die Weltliteratur für Kinder Reihe nicht nur dafür, dass man Kinder dadurch früh mit Klassikern bekannt machen kann, sondern auch für den Aspekt, dass ich geschätzte Theaterstücke und andere Werke so in einer illustrierten Fassung in Händen halten darf. Zudem sind diese kindgerecht umgeschriebenen und gekürzten Werke ideal, um sich als Erwachsener auf die Schnelle den Inhalt ins Gedächtnis zu rufen, wenn die Lektüre des Originals längere Zeit her ist.

Barbara Kindermann hat wie immer gekonnt einen großen Klassiker mit viel Feingefühl kindgerecht umgesetzt und mit Sonja Wimmer wurde die perfekte Illustratorin gefunden, um insbesondere die Naturgeister und das magische Flair der Insel Prosperos in Bildern einzufangen.

Nach der Geschichte folgen zwei Seiten Anmerkungen über den Autor William Shakespeare, das Originalstück, die vorliegende Nacherzählung, die Erzählerin Barbara Kindermann, sowie die Illustratorin Sonja Wimmer.

 
 
MUSS ICH HABEN!

ANDERE AUSGABE?
Hörbuch:
 

—–DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG—–

Tagged , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.