
Redakteur: Christiane Demuth
Titel: Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen GartenAutorin: Christine Rechl
Verlag: Gmeiner
Reihe: Band 1
Ausführung: Taschenbuch, 288 Seiten


DIE WUNDERBAREN SCHAFE DER AMELIE UND DER TOTE IM ENGLISCHEN GARTEN
Der Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten, ein beschaulicher Ort – bis eines Morgens der hiesige Metzger tot in der Feuerschale liegt. Einzig Amelies Schafe haben die nächtlichen Vorgänge beobachtet, die Schäferin selbst wagte nicht, ihren Schäferwagen zu verlassen. Motive und Verdächtige sind schnell gefunden, doch irgendetwas ist absolut nicht stimmig. Wenn die Schafe doch nur sprechen könnten …
… schließlich heißt es doch, dass die Tiere zur Heiligen Nacht die Menschensprache sprechen. Da dies allerdings noch ziemlich lange hin ist, sucht Amelie einerseits selbst nach Hinweisen und begibt sich ins Umfeld des Metzgers. Andererseits gibt es für die Schafe vielleicht noch eine andere Möglichkeit bei der Lösung des Falls zu unterstützen, die den Leser gleichsam begeistert wie erstaunt, manches Mal auch regelrecht erheitert. Man lernt eben nie aus.
Die Geschichte bringt alles mit was ein guter Weihnachtskrimi braucht. Heimelige Wohlfühlatmosphäre, eigenständige, teils eigensinnige Charaktere, einen flüssigen Erzählstil, sowie eine gute Mischung aus spannenden, humoristischen und nachdenklichen Elementen. Man ist sofort drin im Geschehen, als wäre man selbst im Englischen Garten, ohne je dort gewesen zu sein. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass man Amelie tatkräftig, wenn auch nur in Gedanken, bei ihren Nachforschungen unterstützt.
Eine Zeit lang stehen mehrere Theorien hoch im Kurs, mal verdichten sich die Hinweise hier, dann wieder dort. Dennoch bleibt es dabei, es gibt nicht nur ein denkbares Szenario zu dem, was sich in der besagten Nacht abgespielt haben könnte. Gerade diese Ungewissheit trägt auch einen großen Anteil daran, das Geschehen lebendig zu halten. Ebenso wie die liebevoll, detailreich und authentisch gestalteten Charaktere, die sogleich daherkommen als seien sie alte Bekannte.
Darf man den Angaben im weltweiten Netz Glauben schenken, so handelt es sich hier um den Auftaktband zu einer Reihe rund um Amelie und ihre Schafe, was den geneigten Leser sehr erfreut. Schließlich hat man nicht nur die menschlichen Protagonisten ins Herz geschlossen, sondern auch ganz besonders die tierischen, und ist somit schon jetzt gespannt auf weitere Ermittlungen von und mit dem ungewöhnlichen Gespann.

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