Rezension

[REZENSION] Eisnebel (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Eisnebel (OT: A Killing Cold)
Autorin: Kate Alice Marshall
Übersetzerin: Birgit Schmitz
Sprecherin: Heike Warmuth
Verlag: Hörbuch Hamburg
Reihe: -/-
Ausführung: Ungekürzte Lesung, ca. 609 Minuten, Audio-Download
Autorin:
Kate Alice Marshall ist eine US-amerikanische Thriller- und Mystery-Autorin. Sie ist bekannt für ihre spannungsgeladenen Erzählungen und komplexen Charaktere, die vor allem jugendliche Leser begeistern. Marshall lebt im pazifischen Nordwesten der USA und widmet sich neben dem Schreiben dem Gärtnern und Gaming. Mit »Eisnebel« erscheint ihr erster Thriller für Erwachsene auf Deutsch.
 
Sprecherin:
Heike Warmuth wurde 1979 in Potsdam geboren und absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Direkt im Anschluss daran wurde sie von Katharina Thalbach für die Hauptrolle in »Romeo und Julia« ans Maxim Gorki Theater geholt. Es folgten u. a. Zusammenarbeiten mit Alexander Lang, Armin Petras und Adriana Altaras. Neben ihrer Tätigkeit als Theaterschauspielerin ist Heike Warmuth nicht nur in Kino- und Fernsehrollen zu sehen, sondern gestaltet mit ihrer einprägsamen Stimme auch zunehmend Hörbuch-Produktionen.

 

EISNEBEL

 

Theo erfasst eine eigenartige Unruhe, als sie dem Anwesen der Familie ihres Verlobten näher kommt. Seine Familie macht keinen Hehl aus ihrer Skepsis Theo gegenüber, was ihr Unbehagen noch verstärkt. Oder ist es reine Verunsicherung darüber, dass jemand hinter die schicke Fassade der Daltons blicken könnte?

Zwischen den Zeilen erschafft die Autorin früh eine düstere Atmosphäre, durch die sich ein regelrechter Sog entwickelt. Man kann schlichtweg nicht anders als immer weiterzulesen beziehungsweise -hören. Dass mehr als nur ein Geheimnis gelüftet werden wird, scheint offensichtlich. Die Komplexität diverser Querverbindungen bleibt jedoch zunächst im Dunkeln.

Der Hörer durchlebt ein emotionales Auf und Ab, das durch die großartige Sprecherleistung gekonnt in Szene gesetzt wird. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man nicht einmal mehr seiner Intuition trauen, da alles möglich erscheint. Wer ist Freund, wer Feind? Unmöglich hundertprozentig zu beantworten. Die Spannung steigt ins Unermessliche …

… kann sich dann jedoch nicht auf demselben Niveau bis in Finale retten. Es handelt sich selbstredend nur um Nuancen, ist aber dennoch schade. Das Potenzial ist vorhanden, konnte allerdings nicht in Gänze ausgeschöpft werden. Selbstverständlich ist „Eisnebel“ trotzdem eine klare Empfehlung wert und passt prima in die trübe Jahreszeit, ganz gleich ob man liest oder hört.

 
 

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