Rezension

[REZENSION] Die Eishexe

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Eishexe (OT: Häxan)
Autorin: Camilla Läckberg
Übersetzerin: Katrin Frey
Verlag: Ullstein
Reihe: Falck-Hedström 10
Ausführung: Taschenbuch, 752 Seiten
Autorin:
Camilla Läckberg, Jahrgang 1974, stammt aus Fjällbacka — der kleine Ort und seine Umgebung sind Schauplatz ihrer Kriminalromane. Camilla Läckberg gehört international zu den erfolgreichen Krimiautoren. Heute lebt sie in einer großen Patchworkfamilie in Stockholm.

 

DIE EISHEXE

 

Dreißig Jahre nach dem Mord an der kleinen Stella verschwindet wieder ein kleines Mädchen, von demselben Hof. Obwohl es damals zunächst ein Geständnis gab, wurde der Fall nie in Gänze aufgeklärt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch es fehlt an konkreten Spuren und möglichen Motiven. Und dann ist da noch eine uralte Legende, die in den Köpfen herumspukt …

Von Anfang an wird auf drei Zeitebenen erzählt, was vor allem auf Grund der Fülle an auftretenden Figuren erst einmal für Verwirrung sorgt. Es dauert eine gewisse Zeit, bis man die Namen korrekt zuordnen und erste Querverbindungen, beispielsweise das Verwandtschaftsverhältnis betreffend, herstellen kann. Ob die gegenwärtigen Ereignisse mit der Tat von vor dreißig Jahren zusammenhängen, bleibt ungewiss. Dass ein uralter Fluch mit einspielt, erscheint dagegen recht unwahrscheinlich. Dennoch lässt man sich selbstredend auf diverse Gedankenspiele ein, schließlich weiß man nie was in den Köpfen der Protagonisten – oder der Autorin – wirklich vor sich geht.

Es handelt sich hier wahrlich um einen komplexen Fall, der ausreichend Zeit und Raum benötigt, um sich regelrecht entfalten zu können. Hinweise werden geschickt eingestreut und kommen häufig von unerwarteten Seiten. Dadurch erlebt die Handlung hin und wieder einen kompletten wie überraschenden Twist. Gleichzeitig birgt die Komplexität aber die Gefahr, sich in Details zu verlieren, was auch manches Mal passiert, wodurch die Spannungskurve stagniert und das Geschehen leicht ins Stocken gerät.

Die Personen werden leider nicht immer so ausgearbeitet wie man es erwartet hätte. Dadurch gerät man als Leser häufig ins Spekulieren. Manchmal landet man damit einen Treffer, ein anderes Mal liegt man meilenweit daneben. Dennoch hätte man sich insgesamt mehr Tiefe gewünscht, um Gedankengänge besser nachvollziehen zu können. Die Geschichte beinhaltet gleichsam Höhen wie Tiefen und endet letztlich in einer unvorhergesehenen Tragödie.

 
 

—–DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG—–

Tagged , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert