Rezension

[REZENSION] Die Schule der fünf Türme

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Schule der fünf Türme
Autorin: Karin Müller
Verlag: arsEdition
Reihe: Ashwood Academy 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 256 Seiten
Autorin:
Schon als Kind ist Karin Müller am liebsten mit Hund oder Pferd durch Ruinen, Felder, Wald und Wiesen gestromert und hat sich Geschichten ausgedacht. Viele Jahre später hat sie das Schreiben zum Beruf gemacht. Bevor sie sich als Buchautorin selbstständig machte, arbeitete sie in einer Tierarztpraxis, studierte Angewandte Kulturwissenschaften, wurde Radioredakteurin und schrieb für Zeitungen und Zeitschriften. Inzwischen wurden von ihr über 100 Kinder- und Jugendbücher, Tier-Ratgeber und Romane für Erwachsene veröffentlicht. Karin Müller lebt auf dem Land bei Hannover und steht für Lesungen zur Verfügung. Und wenn sie nicht schreibt, ist sie immer noch am liebsten in der Natur unterwegs.

 

DIE SCHULE DER FÜNF TÜRME

 

Kaum an ihrer neuen Schule angekommen, spürt Lenya schnell, dass hier etwas seltsames vor sich geht. Kein Internet, kein Handy, nur wenige Menschen dürfen wissen, dass es die Schule überhaupt gibt, geschweige denn wo sie sich befindet. Dass ihr Vater nur Hausmeister sein soll, glaubt sie inzwischen auch nicht mehr. Doch welche Geheimnisse sich tatsächlich rund um die Ashwood Academy ranken, soll Lenya erst nach und nach erfahren. Dabei lauert bereits eine große Gefahr vor den Toren …

Obwohl auch der Leser zunächst eher im Ungewissen gelassen wird, so hat er Lenya gegenüber dennoch den Vorteil, von außen auf die Szenerie blicken zu können. Dadurch erschließen sich einem manche Dinge schon bevor sie konkret benannt werden. Die generell magisch angehauchte Atmosphäre ist dabei nur ein Teil des Puzzles. Sie zieht den Leser aber gekonnt in den Bann, wodurch man sämtliche Winkel erkunden und all ihre Besonderheiten entdecken möchte.

Lenyas häufig missgelauntes Auftreten ist insofern absolut nachvollziehbar, als dass ihr offensichtlich wichtige Informationen vorenthalten werden. Andererseits ist aber auch das Verhalten der Gegenseite verständlich, schließlich geht es darum sie zu beschützen. Dennoch wäre sicherlich ein Kompromiss die beste Variante, denn über einen längeren Zeitraum rauben die meist ähnlich verlaufenden Dialoge dem Leser mitunter ein wenig die Nerven.

Es scheint, als liefe das Geschehen auf zwei unterschiedlichen Ebenen, solange nicht alle Protagonisten und Leser zumindest auf einem ähnlichen Kenntnisstand sind. Dadurch wirkt die Erzählung teilweise unstrukturiert und unkoordiniert. Selbstverständlich bleibt man trotz allem bis zum Schluss am Ball, denn es gibt vieles zu bestaunen, zahlreiche kleine Abenteuer zu erleben und die Hoffnung, am Ende ein bisschen schlauer zu sein was die Ashwood Academy angeht.

 
 

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