Redakteur: Christiane Demuth
Titel: SteirerzwistAutorin: Claudia Rossbacher
Verlag: Gmeiner
Reihe: Sandra Mohr 15
Ausführung: Softcover, 288 Seiten


STEIRERZWIST
Kaum aus dem Urlaub zurück, erwartet Sandra Mohr schon der nächste Fall, der zunächst zahlreiche Fragen offen lässt. Die Ermittlungen laufen erwartungsgemäß schleppend, da konkrete Ansatzpunkte zu fehlen scheinen. Gleichzeitig wirft ein privates Ereignis Sandra aus der Bahn.
Diese doppelte Belastung und die damit verbundene Anspannung und innere Unruhe überträgt sich schnell auf den Leser. Entsprechend ungeduldig ist man im Bezug auf den Verlauf des Geschehens, der zunächst regelrecht zu stagnieren scheint. Das liegt nicht daran, dass nichts passiert, sondern lediglich am Mangel an vorzuweisenden Ergebnissen. Dass jeder seine Möglichkeiten ausschöpft und es vermutlich ausschließlich daran hängt, dass den Ermittlern wesentliche Informationen fehlen, wird ebenfalls bald deutlich.
Es wirkt in diesem inzwischen 15. Band der Reihe ein bisschen, als würden die Figuren alle nebeneinander agieren, anstatt sich zu einer Einheit zusammenzufinden. Dies ist insofern anstrengend, als dass viel Zeit auf Zwistigkeiten untereinander verwandt wird. Man sollte meinen jeder kennt die Eigenheiten des Gegenübers inzwischen.
Der eigentliche Fall entwickelt sich langsam, wird aber geschickt aufgebaut und immer wieder mit Querverbindungen verwoben. Somit entstehen zumindest auf dieser Ebene durchaus spannende Passagen, denen man gebannt folgt, um keinen noch so kleinen Hinweis zu verpassen. Inwieweit sich die Auflösung letztendlich überraschend gestaltet, darf dann jeder selbst entscheiden. Alles in allem ein eher durchwachsener und unrunder Band der Reihe.

—–DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG—–



