Rezension

[REZENSION] Allmen und Herr Weynfeldt

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Allmen und Herr Weynfeldt
Autor: Martin Suter
Verlag: Diogenes
Reihe: Band 7
Ausführung: Taschenbuch, 224 Seiten
Autor:
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.

 

ALLMEN UND HERR WEYNFELDT

 

Im siebten Band der Reihe trifft Johann Friedrich von Allmen auf eine andere Figur aus dem Suter-Kosmos, Adrian Weynfeldt. Dass eine gewisse Chemie zwischen den beiden Männern herrscht, ist von Anfang an spürbar. Ob sich der eine eventuell mehr von diesem Zusammenschluss verspricht als der andere, bleibt offen, in jedem Fall aber ergänzen sie sich. Und dann ist da natürlich noch der Diebstahl, den Weynfeldt eines Tages bemerkt und Allmen aufklären soll. Schließlich ist Kunst sein Metier.

Da sich das Verbrechen in Weynfeldts vier Wänden zugetragen hat, ist der Kreis der Verdächtigen entsprechend eng einzugrenzen. Dennoch gilt es, sorgfältig und bedacht vorzugehen, denn die meisten potentiellen Täter entspringen Weynfeldts Freundeskreis, auf den er nie und nimmer etwas kommen lässt. Allmen dagegen beginnt seine Ermittlungen strukturiert und weitestgehend emotionslos, um nichts zu übersehen. Trotzdem kann er eine weitere Gräueltat nicht verhindern, und plötzlich geht es nicht mehr nur um Raub, sondern auch um Mord. Handelt es sich um ein und denselben Täter?

Der Leser wird nahezu durch das Geschehen tragen. Leichtgängig erzählt, trotzdem mit Tiefgang, intelligentem Witz und vor allem Spannung. Immer wieder versucht man sich daran, die Gedankengänge sämtlicher Figuren nachzuvollziehen, um eigene Theorien ob der schrecklichen Ereignisse aufzustellen. Martin Suter lässt auch in diesem Werk unterschiedliche Charaktere mit- und nebeneinander agieren, so dass man aus einem ganzen Portfolio an möglichen Motiven schöpfen könnte.

Der Schlussakkord gestaltet sich im direkten Vergleich fast schon hektisch, plötzlich geht alles sehr schnell. Das sorgt für eine gewisse Irritation im Gesamteindruck, dennoch fühlt man sich alles in allem gut unterhalten und freut sich darauf, Allmen (und vielleicht auch Weynfeldt) noch weiter begleiten zu dürfen.

 
 

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