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[REZENSION] Poznanski, Ursula – Erebos

Ursula Poznanski
Erebos
Verlag: Loewe
485 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10: 3785569572
ISBN-13: 978-3785569573
empfohlenes Lesealter: 12-13 Jahre

Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Du kennst die Regeln:
Du hast nur eine Chance Erebos zu spielen.
Du musst dabei immer allein sein.
Du darfst mit niemandem über Erebos reden.

Wenn du dagegen verstößt oder deine Aufgaben nicht erfüllst, bist du draußen!

Erebos geht als Raubkopie in Nicks Schule von Hand zu Hand. Eines Tages bekommt auch Nick eine Kopie des Spiels und ist innerhalb kürzester Zeit süchtig danach. Was aber noch merkwürdiger als die Regeln ist: Erebos erteilt Aufträge, die nicht in der virtuellen Welt, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen.
Was zuerst sehr fantastisch anmutet, entwickelt sich immer mehr zu einem atemberaubenden Thriller…
So schnell wie bei Erebos habe ich mich schon lange nicht mehr durch fast 500 Seiten gelesen. Am Anfang dachte ich noch: Computerthriller, aha… weder spiele ich gerne PC-Spiele, noch falle ich unter das empfohlene Lesealter des Verlags. Aber Erebos lässt einen genau wie das Spiel nicht mehr los! Man liest, wie Nick beim Spielen grundlegende Dinge wie Essen und zur Toilette gehen vergisst, und verhält sich als Leser – und ihm beim Spielen über die Schulterschauer – kaum anders.
Außer einem fantastisch aufgebauten Spannungsbogen und geschickt gestellten Rätseln, die mich bis zum Schluss im Unklaren darüber gelassen haben, worin das eigentliche Ziel von Erebos besteht, hat mich vor allen Dingen die Realitätsnähe beeindruckt. Hatte nicht fast jeder schon einmal eine Phase, in der er computer-/fernseh-/lese- oder internetsüchtig war, und darüber soziale Kontakte vernachlässigt hat? Dieses Buch zeigt auf äußerst spannende Weise die Gefahren sozialer Verarmung auf, und hat Parallelen zu den Geschichten von Amokläufern an Schulen, die augenscheinlich durch Computerspiele beeinflusst waren – diese Assoziation hatte ich hauptsächlich wegen einem Charakter am Ende des Buches, wer das war, wird hier natürlich nicht verraten – lest selbst!

Fazit:

Ein zu Beginn sehr fantastisch anmutender atemberaubender Thriller, den ich durchweg allen Altersklassen empfehlen kann!

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