Rezension

[REZENSION] Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Redakteur: Julia Ehrenberg (12.02.2018)

Titel: Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen
Autor: Lars Simon
Verlag: dtv
Reihe: Lennart Malmkvist 2
Ausführung: Taschenbuch, 320 Seiten

 

Autor:
Lars Simon, Jahrgang 1968, hat nach seinem Studium lange Jahre in der IT-Branche gearbeitet, bevor er mit seiner Familie nach Schweden zog, wo er als Handwerker tätig war. Heute lebt und schreibt der gebürtige Hesse wieder in der Nähe von Frankfurt am Main. Bisher sind von ihm bei dtv die Comedy-Romane ›Elchscheiße‹, ›Kaimankacke‹ und ›Rentierköttel‹ sowie der Urban-Fantasy-Roman ›Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen‹ erschienen. Lars Simon ist ein Pseudonym.

 

LENNART MALMKVIST UND DER GANZ UND GAR WUNDERLICHE GAST AUS TRINDEMOSSEN

 
Es geht weiter mit der Geschichte rund um Lennart Malmkvist und seinen bei Gewitter sprechenden Mops Bölthorn. Seitdem er den Zauberladen von Buri Bolmen geerbt hat, ist viel passiert. Auf einmal muss er ganz schnell zaubern lernen, sich mit unsichtbaren Gästen herumschlagen, ein geheimnisvolles Pergament verteidigen und das alles, während er unter der Beobachtung der Polizei und vor allem einer attraktiven Kommissarin steht.
 
Fing Band 1 der Reihe rund um Lennart Malmkvist noch recht langsam an, führte den Leser mit vielen Beschreibungen in die Welt der Zauberei ein, so geht es in diesem zweiten Buch von Anfang an zur Sache. Das Tempo ist deutlich höher als im ersten Teil der Reihe, und doch hat sie nichts von ihrem Charme verloren.
 
Ich mag die etwas skurrile Geschichte voller Charme und Kuriositäten. Lennart Malmkvist ist mir richtig ans Herz gewachsen. Der Held wider Willen tritt in diesem Buch schon viel selbstbewusster auf, hat sich in seine neue Rolle gut hereingefunden. Gemeinsam mit ihm bin ich wieder tief in die Welt der Magie eingetaucht, bin mit ihm durch die Wälder rund um Göteborg gestreift und habe Hunger bekommen, wenn Lennarts Nachbarin für ihn gekocht hat.
 
Lars Simon hat einen wunderbar bildlichen Schreibstil voller Humor. Er schafft es wirklich, mich tief in die Fantasiewelt hineinzuziehen. Ich habe das ganze Buch über mitgerätselt und mitgefühlt. Gespannt habe ich die verschiedenen Stränge der Geschichte verfolgt, die alle irgendwie zusammenhängen.
 
Am Ende wurde ich noch einmal richtig überrascht und Lars Simon versteht auf jeden Fall, wie er seine Leser dazu bringt, auch den nächsten Band zu lesen. Denn auch wenn einiges passiert ist in Trindemossen und außen herum, so bleiben doch viele Rätsel offen und der Kampf gegen Krähenbein ist noch nicht vorbei. Und so freue ich mich schon darauf, Lennart Malmkvist auf seinen weiteren Abenteuern zu begleiten und hinter sein Schicksal und seine Bestimmung zu kommen. Und ihr solltet euch auch auf die Reise begeben. Lasst euch von Lars Simon unterhalten und verzaubern!

 

 
 
Redakteur: Anette Leister
 
Seit Lennart Malmkvist den Zauberladen seines Nachbarn Buri Bolmen geerbt hat, ist sein Leben wie er es kannte, völlig aus dem Ruder gelaufen. Zum Glück hat er neben dem sprechenden Mops Bölthorn Freunde wie Frederik oder Nachbarn wie Maria an seiner Seite, denen er nur leider nichts von den magischen Dingen anvertrauen kann, die sein Leben nun bestimmen. Dumm nur, wenn der beste Freund dadurch einen vermeintlich guten Kauf abschließt und ein in einer Keksdose lebendes Orakel so in fremde Hände gerät. Ob Lennart sich das Orakel wiederbeschaffen kann?
Er könnte jede erdenkliche Hilfe gebrauchen, nicht nur im Kampf gegen seinen Widersacher Olav Krähenbein, der versucht seine in vier dunkle Pergamente gebannte Magie wiederzuerlangen. Auf der Seite der Gegner steht auch ein abtrünnig gewordener Kommissar und neuerdings ein seltsamer, unsichtbarer Gast, der des Nachts die Küche des Professors des naturhistorischen Museums verwüstet… Nach und nach entwirren sich die Fäden, die Lars Simon so kunstvoll spinnt, und Zusammenhänge werden sichtbar zwischen all den in die Geschichte involvierten Figuren.
 
Der zweite Band um Lennart Malmkvist ist ungleich turbulenter als der Auftaktband “Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen”, dennoch verliert Lars Simon nie die Figurenentwicklung aus den Augen und beschert dem Leser neben aller Magie und aktionreicher Szenen wieder skurrile Charaktere und zahlreiche mit Humor gespickte Momente.
Ich habe mich bereits im ersten Band besonders über das Keksdosenorakel amüsiert, einer meiner Favoriten im zweiten Band war sicherlich die Szene, als Lennart Malmkvist auf die “feegane” Frau des fleischliebenden Kobolds trifft, der in der Küche des Professors sein Unwesen treibt.
Neben seinen skurrilen Figuren und seinem Sinn für Humor punktet Lars Simon ein weiteres Mal mit Lokalkolorit. Beim Lesen seiner Bücher wird die Lust geweckt, die vorgestellten schwedischen Orte auf eigene Faust zu entdecken.
 
Die Lennart Malmkvist Reihe ist ein unheimlich humorvoller Mix aus Krimielementen und urbaner Fantasy, die einfach Spaß macht!
Leider findet auch der zweite Band irgendwann ein Ende. Wie gerne würde man Lennarts Geschichte in einem Rutsch verschlingen, zumal Lars Simon seine Leser mit einem gemeinen Cliffhanger aus seinem zweiten Abenteuer entlässt, die es einem unmöglich macht den dritten Band nicht lesen zu wollen.
 

 

MUSS ICH HABEN!

 

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