Rezension

[REZENSION] Hexenkessel

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Hexenkessel
Autor: Martin Krist
Verlag: epubli
Reihe: Freak City 1
Ausführung: Taschenbuch, 224 Seiten
Autor:
Martin Krist, geboren 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter die Biografie über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.

 

HEXENKESSEL

 

Patsy erhält einen angeblich todsicheren Tipp, um an das große Geld zu kommen, das sie für ihren geplanten Neuanfang so dringend benötigt. Doch damit beginnt ein Alptraum, der sie an sämtliche Grenzen und darüber hinaus bringt. Derweil übernimmt Pearl, von dem niemand so richtig weiß womit er seine Brötchen verdient, widerwillig einen Job, bei dem er eigentlich nur eine abgängige Broadway-Diva finden soll. Seine Nachforschungen allerdings führen ihn auf gänzlich andere Spuren, die umso heißer werden, je weiter er ihnen folgt…

New York brennt wie ein Hexenkessel, das macht nicht nur der Titel deutlich, sondern gleich die ersten Seiten, auf denen es sogleich heiß hergeht. Auch wenn man zunächst nicht so recht weiß die einzelnen Charaktere einzuordnen – was sicherlich Absicht ist – spürt man unterschwellig den Drang nach Adrenalin pulsieren. Es brodelt gewaltig unter der Oberfläche, einige Risse sind bereits zu erkennen, der alles entscheidende und verändernde Ausbruch ist nur eine Frage der Zeit. Doch auch wenn es ein paar wenige ruhigere Passagen gibt, so kann es jede Sekunde so weit sein, die Frage ist nur, wie nah man dem Ereignis beiwohnen möchte.

Was zuerst wie einzelne Ereignisse daherkommt, manches Mal sogar abrupt endet, um erst in einem späteren Kapitel weitergeführt zu werden, verbindet sich im Laufe des Geschehens zu einem großen Ganzen. Die Perspektiv- und Ortswechsel halten den Leser auf Trab und während man noch versucht diverse Schnittstellen zu finden, ist man eigentlich schon wieder mindestens einen Schritt weiter. Konzentration ist angesagt, um nicht den leisesten Hinweis zu übersehen, der ausschlaggebend und richtungsweisend sein kann.

Rasant und mit einer geballten Ladung Action geht es zu in der Stadt, die niemals schläft. Obwohl man sich hin und wieder tiefgründigere Informationen zu der ein oder anderen Figur gewünscht hätte, muss man doch schnell einsehen, dass der Reiz, den Freak City ausmacht, somit verloren gegangen wären. Bleibt abzuwarten was Martin Krist sich für die weiteren Episoden hat einfallen lassen, die Neugierde wurde geweckt.

 
 
MUSS ICH HABEN!

 

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