Rezension

[REZENSION] Sixtinische Verschwörung (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Sixtinische Verschwörung
Autor: Philipp Vandenberg
Sprecher: Joachim Kerzel
Verlag: Lübbe audio
Reihe: -/-
Ausführung: Gekürzte Hörbuchfassung, ca. 190 Minuten, 3 CDs
Autor:
Philipp Vandenberg, geboren 1941 in Breslau, landete gleich mit seinem ersten Buch einen Welterfolg: DER FLUCH DER PHARAONEN war der phänomenale Auftakt zu vielen spannenden Thrillern und Sachbüchern, die oft einen archäologischen Hintergrund haben. Vandenberg zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern Deutschlands. Seine spannende Erzählweise und seine außerordentlichen Kenntnisse im archäologischen und kirchengeschichtlichen Bereich machten ihn zum “Meister des Vatikan-Thrillers”. Seine Bücher wurden in 34 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt mit seiner Frau in einem tausend Jahre alten Dorf zwischen Starnberger- und Tegernsee.
 
Sprecher:
Stephen King, Ken Follett, Philipp Vandenberg …
Was er auch interpretiert, er macht es grandios. Die Rede ist von Joachim Kerzel, dem in Berlin lebenden Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur und seit 1996 auch Hörbuch-Interpreten bei Lübbe Audio.
Der 1941 in Oberschlesien geborene Kerzel wuchs in Augsburg auf, besuchte ab 1963 die Hochschule für Musik und Theater in Hannover und hatte seine ersten großen Theaterrollen Ende der sechziger Jahre (u. a. in Wilhelm Tell oder Von Mäusen und Menschen). In den siebziger Jahren kamen neben zahlreichen, bundesweiten Theateraufgaben auch die ersten TV-Auftritte dazu, ferner begann Kerzel mit der Regiearbeit.
Joachim Kerzel, eine Stimme, die aus Kino oder Fernsehen nicht wegzudenken ist, und deren Fehlen auch Lübbe Audio deutlich ärmer machen würde.

 

SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG

 

Eine Geheimbotschaft Michelangelos im Gemälde der Sixtinischen Kapelle? Während der Restauration kommt es zu diesem seltsamen Fund, der doch irgendeine Bedeutung haben muss. Welche das ist will Kardinal Jellinek unbedingt herausfinden und stellt Nachforschungen an. Dass diese Recherchen ihn allerdings an einen Punkt führen würden, der sämtliche Glaubensgrundsätze erschüttert, konnte wohl niemand absehen…

Steuert die Kirche einem handfesten Skandal entgegen oder hat sich jemand einen grotesken Scherz erlaubt? Mysteriöse Schriftzeichen in der Sixtinischen Kapelle geben dem ein oder anderen Anlass zur Sorge. Obwohl von anderer Seite alles kleingeredet und abgewiegelt wird, glaubt Kardinal Jellinek nicht an Zufall. Während er versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, erhält der Hörer Einblicke in ein Konstrukt, das zunächst gar nicht so recht greifbar ist, aber im Laufe der Zeit einen Sog entwickelt und durchaus Missstände offenbart.

Auf Grund des eher ungewohnten, weil sehr malerisch, und manchmal altmodischen Erzählstils – allerdings absolut passend zum Inhalt – gelingt es dem Hörer leider nicht dauerthaft bei der Sache zu bleiben. Man merkt plötzlich wie die Gedanken abschweifen, obwohl die dargestellten Ereignisse gar keine Veranlassung dazu geben. Auch von Sprecherseite gibt es dahingehend keine negative Beeinflussung. Möglicherweise müsste man das Werk noch mindestens ein zweites Mal hören, um ihm tatsächlich gerecht werden zu können. Vermutlich gibt es dann auch noch den ein oder anderen versteckten Hinweis zu entdecken.

Nichtsdestotrotz ist es möglich sich einen recht guten und positiven Eindruck zu verschaffen, auch wenn nicht sämtliche Einzelheiten auf den ersten Blick ersichtlich beziehungsweise verständlich sind. Eventuell müsste man sich auch ein wenig tiefgründiger mit der Materie als solcher befassen. Letztlich aber sind das alles reine Spekulationen, denn vielleicht liegt es auch schlichtweg an der Kürzung im Verhältnis zur Print-/ebook-Ausgabe. Im Großen und Ganzen ein Hörerlebnis der etwas anderen Art, mit allerlei Wissenswertem, interessanten Ansätzen und ausgeklügelten Fragestellungen.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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