Rezension

[REZENSION] Mord in Sunset Hall

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Mord in Sunset Hall
Autor: Leonie Swann
Verlag: Goldmann
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 448 Seiten
Autor:
Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England.

 

MORD IN SUNSET HALL

 

Immer wieder werden Gerüchte rund um Agnes Sharp und ihre Senioren-WG in Sunset Hall gestreut, so dass jeder aus dem Dorf sie kritisch beäugt. Als dann nicht nur im Schuppen der WG, sondern auch noch auf dem Nachbargrundstück eine Leiche gefunden wird – beide scheinbar mit derselben Waffe erschossen – wird die einst idyllische Atmosphäre ungemütlich. Gemeinsam begeben sich die Senioren auf Verbrecherjagd, doch nach und nach werden sogar innerhalb der Gruppe misstrauische Stimmen laut..

Lauert ein hinterhältiger Mörder älteren Damen auf und macht somit die Gegend unsicher? Vieles spricht dafür, einiges aber auch dagegen. Leser und Protagonisten sind sich schnell einig, dass die Polizei womöglich einen falschen Ansatz verfolgt, weshalb es unumgänglich ist eigene Ermittlungen anzustellen. Dabei muss man zuallererst jedoch feststellen, dass die muntere WG das ein oder andere Geheimnis hütet und den Leser nicht an allem teilhaben lässt. Gut, ist man also doch wieder auf sich allein gestellt, ahnt aber noch nicht in welche Richtung die Nachforschungen einen bringen werden.

Im Verlauf des Geschehens wird selbiges allerdings immer diffuser. Rückblenden in die Vergangenheit lassen erahnen, dass alles viel weitreichender miteinander verknüpft ist als gedacht, die mitunter verwirrende Realität jedoch lässt sich nicht so schnell damit übereinbringen. Sicherlich fragt man sich in welchem Maß den Protagonisten und ihrem Urteilsvermögen zu trauen ist, schlussendlich bleibt einem aber dann doch nichts anderes übrig als die Gegebenheiten anzunehmen wie sie sind.

Spannungsschwankungen sind ebenso zahlreich gesät wie Gemütsschwankungen unter den Charakteren. Es kann also mitunter passieren, dass man sich gerade mitten in einer nervenaufreibenden Passage befindet, die abrupt zum Stillstand kommt, um ganz woanders neu anzusetzen und nur noch im seichten Gewässer angesiedelt ist. Stilistisch passt dies natürlich ganz hervorragend zum Inhalt und untermalt das ein oder andere Ereignis gekonnt, ärgerlich sind solche Sequenzen trotz allem. Im Großen und Ganzen fehlt schließlich der gewisse Kick, um mehr als einen soliden Eindruck zu hinterlassen.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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