Redakteur: Christiane Demuth
Titel: Die Bestimmung der BibliothekAutorin: Mela Nagel
Verlag: arsEdition
Reihe: Die Welt der Buchmagie 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 352 Seiten


DIE BESTIMMUNG DER BIBLIOTHEK
Ada und Henry lieben Bücher, auf die Strafarbeit in der Bibliothek hätten sie allerdings gut und gerne verzichten können. Dass sie ausgerechnet während ebenjener ihr allergrößtes Abenteuer erleben würden, hätten sie nie gedacht. Ein Wächterbuch, ein verstecktes Portal, Panlibris, Magie, eine dunkle Bedrohung …
… einerseits nahezu unbegreiflich, andererseits absolut logisch. Solange es Fantasie gibt, ist schließlich alles möglich. Dieser Grundgedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Lektüre, überträgt sich auf den Leser und regt zum Nachdenken an.
Die Autorin hat hier eine Parallelwelt erschaffen, die stark mit der realen Welt verbunden und von ihr abhängig ist. Die Grundidee ist nicht gänzlich neu, entscheidend ist jedoch immer die Umsetzung. Und die gelingt hier sehr gut: Der Leser wird schnell ins Geschehen eingebunden, und ehe man sich versieht, sind schon wieder zahlreiche Stunden verstrichen und Buchseiten an einem vorbeigeflattert.
Über Panlibris und die Aufgabe, der sich die Freunde Ada und Henry dort stellen müssen, verliert man am besten möglichst wenige Worte. Jeder sollte sich ein eigenes, unvoreingenommenes Bild davon machen. Doch so viel sei gesagt: Es wird spannend, riskant, ja, sogar gefährlich. Gleichzeitig aber auch humorvoll und herzerwärmend.
Der Reihenauftakt hat somit einiges zu bieten, ist atmosphärisch dicht erzählt und lässt hin und wieder Freiraum für die eigene Fantasie. Man darf auf die Weiterführung der Geschichte durchaus gespannt sein. Anknüpfungspunkte gäbe es mehrere. Und hoffentlich auch ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen, teils eigenwilligen Charakteren.

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