Rezension

[REZENSION] einmal, zweimal, mord

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: einmal, zweimal, mord
Autoren: Anja Goerz / Eric Niemann
Verlag: Gmeiner
Reihe: Band 2
Ausführung: Taschenbuch, 300 Seiten
Autoren:
Anja Goerz ist gebürtige Nordfriesin und lebt nahe der dänischen Grenze. Sie hat Romane, Sachbücher und Kriminalromane geschrieben. Außerdem moderiert sie bei Bremen Zwei von Radio Bremen die Sendung „Der Morgen“. Krimifans kennen sie zudem aus Podcast-Formaten wie „Echte Verbrechen“ und „Die Zeichen des Todes“ mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos.

Eric Niemann ist in Lübeck geboren und lebt in Hamburg. Er ist Schulleiter, schreibt neben Hörspielen – u.a. für die Serien „Sherlock Holmes – Die neuen Fälle“, „Pater Brown“ und Ivar Leon Mengers „Die schwarze Stadt“ – auch Theaterstücke und ist Autor der „Jerry Cotton“-Reihe. Zusammen mit Anette Strohmeyer hat er den Zeitgeschichtlichen Krimi „Chinatown Hamburg“ veröffentlicht, ebenfalls bei Gmeiner.

 

EINMAL, ZWEIMAL, MORD

 

Nach ihrem ersten gemeinsamen Fall auf Helgoland, trennen sich Hermas und Jans Zuständigkeiten wieder. Unregelmäßiger Kontakt und eine freundschaftliche Verbundenheit bleiben jedoch bestehen. Als in Flensburgs Altstadt mitten am Tag ein Mann ermordet wird, steht Herma Bahnsen vor einem rätselhaften Fall. Im weiteren Verlauf ergibt sich jedoch eine Spur, die ausgerechnet nach Pinneberg führt, weshalb auch Jan zeitweise eingespannt wird. Doch trotz einer Vielzahl an Indizien, Hinweisen und sogar konkreten Informationen bleiben erfolgversprechende Ergebnisse Mangelware.

Dieser zweite Band spielt sich hauptsächlich in Herma Bahnsens Heimat Flensburg ab. Generell liegt diesmal auch der Fokus mehr auf ihr als Person. Sehr persönliche Erlebnisse, sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart werden beleuchtet, wodurch der Leser einen tieferen Einblick in ihre Gedankenwelt erhält als noch im Auftaktband. Entsprechend ist es folgerichtig, dass Jan dieses Mal eher am Rande agiert, auch wenn er natürlich dennoch ein wichtiges Bindeglied darstellt.

Neben den Hauptfiguren freut man sich, auch die ein oder andere weitere Figur wiederzusehen, die bereits auf Helgoland dabei war. Bisher unbekannte Charaktere werden zumeist während des Geschehens eingeführt und kurz dargestellt. Ein umfassenderes Bild vom Umfeld ergibt sich so nach und nach. Schließlich haben die Ermittlungen rund um den Mordfall oberste Priorität. Dieser wirft eine Unmenge an Fragen auf, die zunächst nicht zweifelsfrei beantwortet werden können. Zumal es störrische Befragte gibt, die das Vorankommen bewusst blockieren.

Der Leser ahnt schnell, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt, über die Zusammenhänge kann zunächst jedoch nur spekuliert werden. Nicht zuletzt, da man sich auf eher unbekanntem Terrain bewegt. Zumindest die meisten Leser werden bisher wohl nicht allzu tief in die berufliche Thematik des Opfers eingestiegen sein. Außerdem bietet auch der private Bereich eine ordentliche Portion Zündstoff, vielleicht ist das Motiv ja sogar dort zu suchen.

Das Autorenduo versucht, in der Mischung aus Ermittlungen und persönlichen Einblicken, die Spannung hoch zu halten. Dies gelingt in der Umsetzung mal mehr mal weniger gut. In manchen Passagen wird das Tempo gedrosselt. Ob des jeweiligen Inhalts durchaus verständlich, aber gleichzeitig herausfordernd, da die Handlung nicht zum kompletten Stillstand kommen sollte.

Im direkten Vergleich mit dem ersten Band schneidet der nun vorliegende ein wenig schwächer ab. Dennoch handelt es sich um einen spannenden Fall, und vielleicht steht im nächsten Band ja Jan im Mittelpunkt, denn auch er trägt ein großes Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herum. Andererseits ist der ziemlich fiese Cliffhanger am Ende eindeutig auf Hermas Seite anzusiedeln …

 
 

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