Rezension

[REZENSION] Der große Lord (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Der große Lord
Autor: Raymond A. Scofield
Sprecher: Erzähler: Josef Ostendorf
Verlag: Headroom Sound Production
Reihe: Band 2
empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 95 Minuten, 2 CDs

 

Autor:
Raymond A. Scofield ist das Pseudonym von Gert Anhalt, der 1963 in Bad Wildungen geboren wurde. Er studierte Japanologie in Marburg und Tokio und wurde 1993 Korrespondent für das ZDF in Peking. 2000 wechselte er nach Tokio, von wo er seitdem berichtet.

Sprecher:
Josef Ostendorf, Louis Friedemann Thiele, Jakob Roden, Thyra Bonnichsen, Ulrike Schwab, Jürgen Sarkiss, Jean Paul Baeck, Glenn Goltz, Hans-Gerd Kilbinger, Fabian Gerhardt, Edda Fischer, Richard Hucke, Karin Buchali, Jonas Baeck, Julian Panknin, Peter Groeger, Katrin Hauptmann, Ilse Strambowski, Hans-Martin Stier, Klaus Nierhoff, Carlos Lobo

 

DER GROSSE LORD

 

Jahr für Jahr verfolgen die Menschen die Geschichte rund um Cedric Fauntleroy, dem Erben des Earl von Dorincourt. „Der kleine Lord“ gehört einfach zu Weihnachten, wie viele andere märchenhafte Erzählungen auch. Doch was geschieht nach der legendären Weihnachtsfeier auf dem Schloss? Raymond A. Scofield hat sich dieser Frage angenommen und eine mögliche Erklärung gefunden, wie sein Werk „Der große Lord“ zeigt, sowohl in Printform als auch als Hörspiel-Adaption.

Auf der Polizeiwache von Erleboro staunt man nicht schlecht, als ein junger Mann hereinstürmt und eine schier unglaubliche Geschichte zu erzählen hat. Diese handelt von Cedric Fauntleroy, einer Intrige und einem Mord. Gebannt, aber doch mit einem Funken Misstrauen folgt der Beamte den Ausführungen des Mannes, und auch der Hörer fragt sich ein ums andere Mal, ob hier tatsächlich die Wahrheit gesprochen wird. Zufälle wie schicksalhafte Begegnungen scheinen sich zu häufen, und doch kommt es immer wieder zu glücklichen Wendungen, das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

Gleichzeitig siegt die Neugierde sowie die Antipathie manch einer Figur gegenüber, weshalb schon bald kaum noch Zweifel an den Ereignissen gehegt werden. Sowieso wird sich am Ende zeigen wer die Wahrheit spricht und bei wem es sich um einen Hochstapler handelt, da kann man sich auch einfach entspannt zurücklehnen und den mitunter nicht sehr angenehmen Erlebnissen des jungen Knaben beiwohnen. Trotz dessen, dass diese zumeist einige Zeit in der Vergangenheit liegen, bergen die Darstellungen eine solche Authentizität und Lebendigkeit, dass man das Gefühl hat selbst mittendrin zu sein.

Bereits die Hörspielversion lässt Bilder der kompletten Szenerie in den Köpfen der Hörer entstehen, so dass eine filmische Umsetzung absolut vorstellbar erscheint. Ob es jedoch dazu kommen wird sei dahingestellt. Die Sprecher hauchen den entsprechenden Charakteren Leben ein und entwickeln ein gekonntes Zusammenspiel sämtlicher Elemente, die dazu führen, dass ein Gesamtwerk entsteht, das berührt. Trotz aller Widrigkeiten entsteht keine bedrückende Atmosphäre, die Lebensfreude der Figuren bleibt erhalten. Ein großartiges Werk, nicht ausschließlich der Weihnachtszeit vorbehalten.

 

 

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