Rezension

[REZENSION] Über den wilden Fluss

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Über den wilden Fluss (OT: The Book of Dust Volume One: La Belle Sauvage)
Autor: Philip Pullman
Übersetzer: Antoinette Gittinger
Verlag: Carlsen
Reihe: His Dark Materials 0
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Hardcover, 560 Seiten

 

Autor:
Philip Pullman wurde 1946 in Norwich, England, geboren. Er wuchs in Zimbabwe und Wales auf. Viele Jahre arbeitete er als Lehrer, bevor er sich ganz auf das Schreiben konzentrierte. Mit der »His Dark Materials«-Trilogie wurde er weltweit bekannt. Sie wurde in über 40 Sprachen übersetzt und Pullman erhielt zahlreiche Preise, darunter den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis für sein Gesamtwerk. Er lebt in Oxford.

 

ÜBER DEN WILDEN FLUSS

 

Noch bevor sämtliche Personen hinter der kleinen Lyra her sind ahnt Malcolm, dass es mit dem Baby, das die Nonnen im Kloster beherbergen, etwas Besonderes auf sich hat. Im Gasthaus seiner Eltern hört er allerlei, mitunter auch beunruhigende Dinge. Als es zu verheerenden Regenfällen und einer außerordentlichen Überflutung kommt, muss Malcolm schnell handeln. Instinktiv macht er sich mit Lyra und Alice, die sowohl im Gasthaus als auch im Kloster aushilft, in seinem Kanu auf den Weg, den der Fluss ihm vorgibt, um das Mädchen in Sicherheit zu bringen.

Nicht nur Fans fantastischer Literatur werden bereits von der „His Dark Materials“-Reihe gehört haben, schließlich wurde der erste Band auch verfilmt. Doch jetzt wird ein anderes Kapitel aufgeschlagen, nämlich jenes, das zeigt wie Lyra überhaupt ans Jordan College gekommen ist. Ein langer, steiniger Weg, den zahlreiche Gegner torpedieren, der aber wie durch ein Wunder gelingt. Oder handelt es sich um Schicksal? So genau lässt sich das gar nicht sagen, doch muss es eine unbändige Kraft geben, die das kleine Wesen beschützt.

Im ersten Teil des Werks lernt der Leser sämtliche Personen kennen, die Lyra nicht nur wohlgesonnen gegenüberstehen. Feindseligkeiten sind spürbar, aber der Grund dafür erschließt sich nicht sogleich. Der zweite Teil behandelt die Flucht der beiden Kinder und des Babys durch Unmengen von Wassermassen, mit wenig Proviant und nur einem vagen Ziel vor Augen. Zudem häufen sich die Hindernisse, die ihren Weg kreuzen, sowohl rationaler als auch übernatürlicher Art. Versetzt man sich gedanklich in ebenjene Lage stellt sich schnell die Frage, ob man nicht bereits resigniert hätte. Die (innere) Stärke der Charaktere ist unglaublich, so dass die Hoffnung auf einen positiven Ausgang, für alle Beteiligten, bleibt.

Diese Vorgeschichte zeigt, dass Lyra bereits in sehr jungen Jahren einige Hürden überwinden musste. Hat sich davon etwas in ihrem Bewusstsein manifestiert? Wenn auch die ein oder andere Sequenz etwas langwierig erscheint, so verfolgt man die Ereignisse dennoch gebannt, denn es kann stetig zu unvorhersehbaren Überraschungen kommen.

 

 

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