Rezension

[REZENSION] Hinter den Türen (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Hinter den Türen
Autor/Sprecher: Hera Lind
Verlag: Audiobuch
Reihe: -/-
Ausführung: Gekürzte Autorenlesung, ca. 225 Minuten, 3 CDs
Autor/Sprecher:
Hera Lind (geb. 1957) studierte Germanistik, Theologie und Gesang. Während ihrer ersten Schwangerschaft schrieb sie ihr erstes Buch Ein Mann für jede Tonart, das wie alle folgenden Romane zum Bestseller wurde. Viele ihrer Bücher wurden verfilmt; am bekanntesten ist Das Superweib mit Veronica Ferres in der Titelrolle. Von Alice Schwarzer als „kleine Schwester“ bezeichnet, schreibt sie Frauenliteratur mit hohem Unterhaltungswert.

 

HINTER DEN TÜREN

 

Juliane ist mehr als glücklich in ihrem Leben und mit ihrer Familie. Gemeinsam mit Mann und zwei Kindern bildet sie eine Einheit. Als sie eines Tages über eine Zeitungsanzeige stolpert, ist sie sofort bereit ihr Glück zu teilen und drei Pflegekinder aufzunehmen. Nach zahlreichen bürokratischen Hürden ist es dann endlich so weit, doch plötzlich muss Juliane feststellen, dass sie nicht allem gewachsen ist, vor allem nicht nach der Erkenntnis, dass die Geschwister ein düsteres Geheimnis teilen…

In „Hinter den Türen“ nimmt Hera Lind sich erneut ein persönliches Schicksal vor und entwirft einen Tatsachenroman, basierend auf einer wahren Geschichte. Mit diesem Wissen geht man auch als Hörer an das Geschehen heran und ist erschüttert. Sicherlich wird man nicht sämtliche Denk- und Handlungsweisen von Juliane verstehen oder gar nachvollziehen können, viele ihrer Wünsche und Hoffnungen sind jedoch mehr als verständlich. Warum hier von offiziellen Stellen immer wieder Gegenwind droht ist absolut unbegreiflich.

Überträgt man diesen einen Fall auf das große Ganze sieht man natürlich ,dass diverse Behörden involviert sind und diese vermutlich, bei der Fülle an Notleidenden, nicht jedem in gleichem Maße gerecht werden können. Nichtsdestotrotz schrillen auch beim Otto Normalbürger schon früh die Alarmglocken was das Verhalten der Pflegekinder angeht, da ist dringende Hilfe notwendig. Wenn möglich hätte man am liebsten sofort selbst eingegriffen, auch ohne besondere Befähigung oder Qualifikation.

Hera Lind trägt dieses Werk selbst vor. Obwohl sie in ihrer Darstellung recht distanziert zu bleiben scheint, ist ein hohes Maß an Emotionalität spürbar, was natürlich auch inhaltlich bedingt ist. Ihr zu folgen fällt leicht, Stimmlage und Intonation sind angenehm, so dass sich ein kurzweiliges Hörerlebnis ergibt.

Hin- und hergerissen ist der Hörer ob der zugrunde liegenden Ereignisse. Die Bandbreite sämtlicher Emotionen wird ausgeschöpft, immer in der Hoffnung auf einen positiven Abschluss. Wie genau dieser jedoch aussehen sollte, kann man gar nicht so klar definieren, denn auch hier kommt es zu zwiespältigen Gefühlen. Definitiv ein beeindruckendes und berührendes Werk.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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