Rezension

[REZENSION] Der Insasse

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Der Insasse
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 384 Seiten
Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie”(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

 

DER INSASSE

 

Er ist ein Monster das Kinder entführt, quält und tötet. Der Vater des kleinen, vor einem Jahr verschwundenen, Max Berkhoff, ist sicher, dass auch sein Sohn der Bestie in die Falle gegangen ist. Doch warum gibt es keinen Hinweis oder gar ein Geständnis? Der mutmaßliche Täter sitzt abgeschirmt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie. Wie also an ihn herankommen. Max’ Vater sieht nur einen Weg…

Die Vorstellung einen geliebten Menschen zu verlieren, ganz gleich ob es sich dabei um das eigene Kind oder eine andere nahestehende Person handelt, ist grausam. Nicht zu wissen was mit demjenigen passiert ist, nicht mit dem Verschwinden abschließen zu können, treibt die Verzweiflung ins Unermessliche. Schnell stellt man sich somit die Frage, ob man nicht ebenfalls nach jedem Strohhalm greifen würde, sobald die Hoffnung von offizieller Seite zunichte gemacht wird. Berkhoffs Handeln ist dadurch durchaus nachvollziehbar, gleichzeitig beginnt aber auch die Verwirrung, denn in der Psychiatrie gelten andere Regeln.

Früh schon lassen einige Hinweise den Leser aufhorchen, die seine Gedanken zu einem Film aus dem Jahre 2010 (und dessen Romanvorlage aus 2003) lenken. Es ergeben sich Parallelen wodurch das vorliegende Geschehen zu durchsichtig wird, obwohl der Grundgedanke noch immer gut ist. Würde man Wendungen und Überraschungsmomente nicht vorhersehen, käme durchaus ein hohes Spannungspotential zustande, das den Leser fesselt. Man würde vermutlich in die ein oder andere Sackgasse geführt, immer in der Hoffnung die Klinik bald verlassen zu können.

Wer die Anspielungen versteht wird leider während der Lektüre enttäuscht, wer jedoch den gesuchten Film/Roman nicht kennt darf sich auf knallharte Psychospielchen einlassen.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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1 thought on “[REZENSION] Der Insasse

  1. Hallo und guten Tag,

    interessant wie unterschiedlich hier die Beurteilungen sind….von sehr brutal …bis…kennt man schon irgendwie/wo. Und so fällt dann auch die Beurteilung aus mit diesem Hintergrund….

    LG..Karin..

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