Rezension

[REZENSION] Ich und der Weihnachtsmann

 

Redakteur: Anette Leister

Titel: Ich und der Weihnachtsmann (OT: Father Christmas And Me)
Autor: Matt Haig
Illustrator: Chris Mould
Übersetzer: Sophie Zeitz-Ventura
Verlag: dtv
Reihe: Christmas 3
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 288 Seiten

 

Autor:
Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden.


Illustrator:

Chris Mould ist mit sechzehn auf die Kunstschule gegangen und arbeitet heute vorwiegend als Kinderbuchillustrator. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Yorkshire.

 

ICH UND DER WEIHNACHTSMANN

 

Nach den Abenteuern aus den beiden vorangegangenen Büchern leben der Weihnachtsmann, Mary und Amelia nun allesamt am Nordpol in Wichtelgrund. Amelia fühlt sich dort jedoch als totale Außenseiterin. Zwar ist sie dank des Weihnachtsmannes und Mary nicht der einzige Mensch in Wichtelgrund, jedoch der einzige, der nicht verdrumwickt wurde, also über keinerlei magische Fähigkeiten verfügt.
Da der bösartige Wichtel Wodol zwar auf Grund früherer Taten bestraft wurde, aber immer noch auf Ärger aus ist, nehmen verschiedene Dinge ihren Lauf, die Amelia immer weiter ins Abseits drängen. Auf der Suche nach einer Tätigkeit, oder einem Schulfach, bei dem sie einigermaßen mit den Wichteln mithalten kann, kommt es zu einem Unfall mit einem Flugschlitten. Der hinterlistige Wodol nutzt diese Verkettung unglücklicher Ereignisse, um eine bösartige Intrige zu spinnen, die Amelia, Mary und den Weihnachtsmann aus Wichtelgrund vertreiben soll und ist sich dabei nicht einmal zu schade, die Kaninchen einzuspannen, die mit den Wichteln seit vielen Jahren spinnefeind sind. Dabei setzt er sogar den Fortbestand des Weihnachtsfests aufs Spiel.
Ob es den drei Menschen mit Hilfe der Wahrheitselfe gelingen wird Weihnachten zu retten?

Zwar fehlte mir bei “Ich und der Weihnachtsmann” etwas von dem Weihnachtszauber, den die beiden Vorgängerbände verströmt hatten, dennoch liefert Matt Haig wieder eine zauberhafte Geschichte ab, die von Chris Mould kongenial in Szene gesetzt wurde. Der Leser trifft mit dem Weihnachtsmann, Amelia, Mary, der Wahrheitselfe, Wodol oder Nusch auf viele Charaktere, die er in den beiden vorangegangenen Bänden kennengelernt hat, dennoch sorgt Matt Haig für frischen Wind, was sein Personal angeht, sei es mit einigen Wichteln, die er neu einführt, oder den Kaninchen rund um den Osterhasen, die im späteren Verlauf eine große Rolle einnehmen.
Besonders viel Spaß hatte ich in dieser Geschichte mit der Wahrheitselfe, und habe zu meiner Freude festgestellt, dass im Original mittlerweile ein Spin Off mit ihr als Hauptfigur erschienen ist. Die Wahrheit ist nicht immer einfach zu akzeptieren, und so wirkt die Wahrheitselfe auf den ersten Blick sehr ruppig und wenig liebenswert. Jedoch weiß man bei ihr immer, woran man ist, und meistens sind es doch die wahren Freunde, die uns mit der Wahrheit konfrontieren, auch wenn diese verletzen kann. Matt Haig baut jedoch hier auch einen lustigen Aspekt ein, da die Wahrheitselfe in den Weihnachtsmann verliebt ist und dies auf Grund ihres Wesens nicht verheimlichen kann.
Neben der Wahrheitselfe ist es vor allem Nusch, die als Nachfolgerin von Wodol die Leitung der Zeitung “Tagesschnee” übernommen hat, die hinter Amelia steht, jedoch muss der Leser erfahren, dass es nicht einfach ist, dass tatsächlich der Recht bekommt, der im Recht ist und die Wahrheit vertritt. Den Wichteln geht es wie uns Menschen, sie sind sensationsgierig und springen viel eher auf die Lügengeschichten an, die Wodol in seiner neuen Zeitung “Der wahre Schnee” verbreitet.

“[…] Wenn man nur danach geht, was jemand sagt, weiß man nicht immer die Wahrheit über ihn.” (S.99)

“Ich und der Weihnachtsmann” beschert den Lesern ein fantasievolles Wiedersehen mit den Helden aus “Ein Junge namens Weihnacht” und “Das Mädchen, das Weihnachten rettet”.
Mir gefällt die Botschaft, dass Hoffnung wichtig ist, um Großes zu bewirken und man immer eine Möglichkeit sehen soll, scheinbar Unmögliches in die Tat umzusetzen. Für mich liegt darin nicht nur der Geist von Weihnachten, sondern vielmehr ein Lebensmotto, welches man sich das ganze Jahr zu Herzen nehmen sollte!
Daneben hat das Zusammenspiel zwischen Wahrheit und Lüge eine tragende Rolle in dieser Geschichte inne und wie schwierig es manchmal ist, beides zu erkennen und auseinanderzuhalten. Eine wertvolle Lektion, die man mit dieser Geschichte schon jüngeren Kindern nahebringen kann, da sich die Weihnachtsgeschichten von Matt Haig auch sehr gut zum Vorlesen eignen.

 

Reihen-Info:
Ein Junge namens Weihnacht
Das Mädchen, das Weihnachten rettete
Ich und der Weihnachtsmann
Spin-Off: The Truth Pixie

 

 

MUSS ICH HABEN!

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ebook:
Hörbuch:
 

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