Rezension

[REZENSION] Die Bestie von Wangerooge (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Bestie von Wangerooge
Autor: Markus Topf / Timo Reuber
Sprecher: Markus Pfeiffer, Daniela Bette-Koch u.a.
Verlag: Contendo Media
Reihe: Insel-Krimi 6
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 70 Minuten, 1 CD
Sprecher:
Markus Pfeiffer, Daniela Bette-Koch, Holger Umbreit, Bert Franzke, Annette Strasser, Dirk Hardegen, Martin Gruber, Frank Schröder, Dascha Lehmann

 

DIE BESTIE VON WANGEROOGE

 

Kommissar Arne Brekewoldt wird von Borkum nach Wangerooge beordert, um einem dort agierenden Serienmörder das Handwerk zu legen. Welch perfiden Plan der Täter verfolgt ist nicht klar, aber dass er immer in Vollmondnächten zuschlägt, scheint offensichtlich. Auch die Wahl seiner Opfer lässt sich auf einen bestimmten Typus eingrenzen. Nichtsdestotrotz tappen Brekewoldt und seine hiesigen Kollegen im Dunkeln, bis Ärztin Nele Röwekamp, die dem Kommissar bereits in anderen Fällen zur Seite stand, einen nicht ganz ungefährlichen Plan präsentiert…

Das Team Brekewoldt/Röwekamp dürfte dem ein oder anderen Insel-Krimi-Hörer bereits bekannt sein, auch wenn hier zunächst ersterer allein ins Rennen geschickt wird. Auf Wangerooge kommt es zu furchtbaren Morden, die den Ermittlern zwar eine gehörige Gänsehaut bescheren, ihnen aber leider kaum bis gar nichts zur Motivation des Täters offenbaren. So wird jeder noch so kleinen Spur nachgegangen, in der Hoffnung – möglicherweise zufällig – auf genau den Hinweis zu stoßen, der den Durchbruch bedeutet. Allerdings gestaltet sich dies wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen, und auch der Hörer ist keinen Deut schlauer. Sämtliche Theorien, so man denn überhaupt welche aufstellt, beruhen auf Indizien und Bauchgefühl.

Auf Grund der Spurenlage wirkt das Geschehen in weiten Teilen wie ein einziges Durcheinander, ohne Plan oder konkreten Ermittlungsansatz. Natürlich ist dies einerseits den Gegebenheiten geschuldet, andererseits aber auch der Interpretation der Figuren, da diese – wie es scheint – hin und wieder auf verlorenem Posten stehen und selbst nicht genau wissen was sie eigentlich tun. Die Atmosphäre überträgt sich recht schnell auf den Hörer, der nun seinerseits nervös wird ob der fehlenden klaren Richtung. Dennoch ist man natürlich allem voran auf die Auflösung gespannt.

Im Großen und Ganzen gelingt dem Autorenduo Markus Topf und Timo Reuber aber trotzdem eine spannende Folge, die den Hörer fordert, wenn auch in anderer Hinsicht als womöglich geplant.

 
 
MUSS ICH HABEN!

 

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