Rezension

[REZENSION] Vront

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Vront (OT: Grupp)
Autor: Yves Grevet
Übersetzer: Nadine Püschel
Verlag: Mixtvision
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Hardcover, 500 Seiten
Autor:
Yves Grevet wurde 1961 in Paris, Frankreich geboren. Nach dem Abschluss seines Studiums verbrachte er zwei Jahre in Ankara, um anschließend in Frankreich als Lehrer zu arbeiten. Bis heute hat Grevet zwölf Bücher veröffentlicht. Seine dystopische Romantrilogie „Méto“ wurde in Frankreich innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller und in Deutschland unter anderem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

 

VRONT

 

Wünschst du dir absolute Sicherheit? Oder sehnst du dich nach Abenteuer und Freiheit?
Eine Gruppe Jugendlicher hinterfragt das System kritisch und gründet die „Vront“. Was aber passiert, wenn Kriminelle sich Fähigkeiten und Fertigkeiten des Einzelnen zunutze machen, gewisse Bereiche unterwandern und somit Macht über Leben und Tod erlangen? Kann es dann noch gelingen rechtzeitig zu einem medizinischen Notfall zu gelangen und die Bevölkerung zu schützen?

Einerseits birgt die Vorstellung der zugrunde liegenden Technologie gewiss positive Aspekte. Je tiefer man allerdings vor- und eindringt ins Geschehen, desto sensibler reagiert der Leser ob der Möglichkeiten, die schlussendlich im Ermessen und der Hand anderer liegen. Die Faszination bleibt zwar durchaus vorhanden, es ist aber sicherlich nicht verkehrt das Für und Wider abzustecken. Neugierde ist gut und wichtig, bedingungslose Anpassung eher nicht. Autor Yves Grevet lässt die „Vront“ den Aufstand proben. Jedoch nicht, wie vielleicht zu vermuten gewesen wäre, ohne Rücksicht auf Verluste, sondern weitestgehend kontrolliert und durchdacht.

Im Laufe der Erzählung wird der Leser mit unterschiedlichen Perspektiven konfrontiert, erhält Einblicke ins System und hat gleichzeitig nicht den Hauch einer Ahnung in welche Richtung die Geschichte sich noch entwickeln wird. Gut, letzteres ist vielleicht nicht ganz richtig, die ein oder andere Theorie blitzt durchaus auf. Die Konkretisierung allerdings erfolgt erst im weiteren Verlauf, der zudem noch die ein oder andere Überraschung bereit hält. Entsprechend wird ein gesundes Maß an Spannung erschaffen, die in manchen Situationen schonmal in einem wahren Cliffhanger enden kann.

Der Autor lässt seine Protagonisten diverse Gesellschaftsschichten wie -merkmale durchleuchten, wahrt dabei jedoch gekonnt die Neutralität. Sicherlich stehen die Charaktere selbst auf verschiedenen Seiten, am Ende aber ist es dem Leser überlassen ein generelles Fazit zu ziehen. Fakt jedoch ist, dass die Lektüre, trotz ein paar wenigen etwas zäher wirkenden Passagen, nachwirken wird.

 
 
MUSS ICH HABEN!

 

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