Rezension

[REZENSION] Ringelpietz mit Abmurksen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Ringelpietz mit Abmurksen
Autor: Lotte Minck
Verlag: Droste
Reihe: Loretta Luchs 12
Ausführung: Taschenbuch, 299 Seiten
Autor:
Lotte Minck hat die längste Zeit ihres Lebens im Ruhrgebiet gelebt, wo sie Popstars bekocht, Events organisiert und in einer Schauspielagentur Termine jongliert hat. Dabei hat sie einige Skurrilitäten erlebt und die Menschen des Reviers kennen und lieben gelernt. Seit 2005 widmet Lotte Minck sich ganz dem Schreiben.

 

RINGELPIETZ MIT ABMURKSEN

 

Wenn der Freundeskreis glaubt, besser darüber Bescheid zu wissen, ob man als Single glücklich ist, sollte man sich gut in Acht nehmen. Loretta unterläuft nach dem ein oder anderen Bier der fatale Fehler einzuwilligen, sich ein Profil auf einer Online-Dating-Plattform zu erstellen. Nichtsdestotrotz gibt sie dem Ganzen eine Chance, vielleicht ist es dort ja gar nicht so übel und womöglich begegnet man tatsächlich dem Einen. Chaotisch wird es, als Loretta auch noch Gutscheine für Speed-Dating-Veranstaltungen erhält, denn auch dort zeichnet sich ein ganz passabler Gesprächspartner ab. Dass es dann auch noch zu einem tragischen Todesfall kommt, war eigentlich nur eine Frage der Zeit – und Loretta ist mal wieder mittendrin..

Online-Dating, Speed-Dating, Singleparties – man kann wahrlich nicht behaupten, dass es keine Auswahl gibt, um potentielle Partner zu finden. Die Frage, ob man überhaupt aktiv auf die Suche gehen möchte und wenn ja, wo, muss natürlich jeder für sich beantworten. Ausreichend Möglichkeiten sind durchaus vorhanden, sind aber gleichzeitig auch mit diversen Stolperfallen verbunden. Vielleicht hat der ein oder andere Leser bereits selbst Erfahrungen gemacht, welcher Natur auch immer, im 12. Band rund um Loretta Luchs werden ein paar Merkwürdigkeiten beim Namen genannt, die einem die Dating-Thematik nicht unbedingt schmackhafter machen.

Allerdings steht ein Todesfall wohl eher selten auf dem Programm. Was hier zunächst wie ein tragischer Zufall anmutet, versetzt Loretta sogleich in Alarmbereitschaft. Sie glaubt nicht an eine natürliche Todesursache und macht sich sogleich an die Nachforschungen, selbstverständlich erhält sie dabei vollste Unterstützung von ihren Freunden. Kommissarin Küpper scheint ein wenig resigniert und mahnt erstaunlich zurückhaltend, keine Alleingänge zu unternehmen.

Als Leser ist man die ganze Zeit nah am Geschehen, das von Anfang an zu unterhalten weiß, obwohl die Spannung sich erst langsam im Verlauf der Geschichte entwickelt. Charmant und mit einer ordentlichen Portion Humor wird man regelrecht mitgerissen, so dass man unweigerlich eigene Theorien zum Tathergang und vor allem zum Motiv anstellt. Leichter gesagt als getan, denn nachdem das ein oder andere Geheimnis gelüftet wurde, hat man plötzlich einen Haufen Verdächtige. Da konkrete Beweise in sämtlichen Fällen fehlen, steht auch Loretta wie der Ochs vorm Berg, sieht sich aber schon bald Aug’ in Aug’ mit der Gefahr.

Loretta Luchs ist voll in ihrem Element, wie man sie kennt und liebt. Aber auch Neulinge sollten sich nicht scheuen zur Lektüre zu greifen, jeder wird herzlich auf- und mitgenommen.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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