Rezension

[REZENSION] Mord in Port St. Petroc

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Mord in Port St. Petroc
Autor: Tabea Petersen
Verlag: dp Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: eBook, 231 Seiten
Autor:
Tabea Petersen wurde 1979 geboren und wuchs in Sachsen-Anhalt auf. Nach dem Abitur siedelte sie nach Dänemark über, wo sie eine Ausbildung zur Diplom Kultur- und Sprachmittlerin absolvierte. Sie lebt mit ihrer Familie in Graasten nahe der dänisch-deutschen Grenze. Seit 2009 veröffentlicht sie Romane und Kurzgeschichten auf Deutsch und Dänisch.

 

MORD IN PORT ST. PETROC

 

Die alljährliche Qualitätsprüfung ist sowieso schon immer eine nervenaufreibende Angelegenheit, eine Leiche hätte es da nicht auch noch gebraucht. Als plötzlich überall von einer unnatürlichen Todesursache die Rede ist, beginnt nicht nur die Gerüchteküche zu brodeln, man wird auch misstrauisch den Personen gegenüber, die man eigentlich zu kennen glaubte. Kurzerhand nimmt die resolute Maggie Webster Charlotte Cunningham zur Seite, damit diese ihr bei der Aufklärung des Verbrechens behilflich ist – auf die Polizei scheint sie sich eher nicht verlassen zu wollen ..

Eine beschauliche, fast schon malerische Kulisse, die so sehr in sich ruht, dass man regelmäßig dem Irrglauben aufgesessen ist, man würde sich in der Vergangenheit bewegen. Kommt dann aber beispielsweise die moderne Technik zur Sprache, ist es natürlich eindeutig, dass man sich inhaltlich in der Gegenwart befindet.

Auch sprachlich und stilistisch gestaltet sich das Gelesene eher unaufgeregt, trotz teils wahrhaftig aufreibender Ereignisse, in denen die Emotionen immer wieder hochkochen. Dadurch kommt es zu einem gewissen Ausgleich, der dem Leser hilft – im Gegensatz zu den Protagonisten – einen kühlen Kopf zu bewahren, um das Geschehen im Gesamten zu erfassen, zu sortieren und zwischen den Zeilen zu lesen.

Nichtsdestotrotz verfolgt man mal gespannt, mal amüsiert schmunzelnd oder auch einfach nur interessiert den weiteren Verlauf, der zwar keine halsbrecherischen Kehrtwenden zu bieten hat, dem Leser aber dennoch den ein oder anderen Aha-Moment beschert. Wenn die Mutter des Seniorchefs und die Sekretärin auf Verbrecherjagd gehen können, braucht man sich als Aushilfsdetektiv auf der Couch nicht zu verstecken.

„Mord in Port St. Petroc“ ist solide Unterhaltung, der ein bisschen mehr Esprit innerhalb der ein oder anderen Sequenz sicherlich gut getan hätte, um einzelnen Passagen, von denen man wusste wohin sie führen würden, ihre Langatmigkeit zu nehmen.

 
 
MUSS ICH HABEN!
 

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