Rezension

[REZENSION] Schlaf in tödlicher Ruh

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Schlaf in tödlicher Ruh
Autor: Nina Ohlandt
Verlag: Lübbe be
Reihe: John Benthien. Die Jahreszeiten-Reihe 1
Ausführung: eBook, 92 Seiten
Autor:
Nina Ohlandt wurde in Wuppertal geboren und machte in Paris eine Ausbildung zur Sprachlehrerin. Später war sie als Übersetzerin, Sprachlehrerin und Marktforscherin tätig, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben im Land zwischen den Meeren, dem Land ihrer Vorfahren. Nina Ohlandt starb 2020. Ihre Krimireihe wird von Jan F. Wielpütz fortgesetzt.

 

SCHLAF IN TÖDLICHER RUH

 

Weihnachten steht vor der Tür, als Kommissarin Lilly Velasco plötzlich einer alten Freundin über den Weg läuft, die sie kurzerhand über die Feiertage einlädt. Auch weitere Bekannte und Verwandte werden erwartet. Es herrscht eine mehr oder minder ausgelassene Stimmung, die Feierlaune steigt prozentual mit dem Alkoholkonsum. Dennoch geht irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu. Spätestens als drei der Feiernden tot in der Sauna aufgefunden werden, begegnet jeder jedem mit Misstrauen und Skepsis. Lilly zieht ihre Kollegen John Benthien und Tommy Fitzen hinzu, denn sie glaubt nicht an einen tragischen Unfall..

Die Atmosphäre ist spürbar angespannt, schon in dem Moment, in dem Lilly auf die skurrile Weihnachtsgesellschaft trifft. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen, und doch sind sie alle irgendwie mit- und untereinander verbunden. Zugleich schwebt eine zunächst nicht näher definierte Bedrohung über ihrer aller Köpfe. Wen es schlussendlich treffen wird und aus welchem Grund, scheint noch nicht entschieden.

Trotz dessen, dass es sich um einen Kurzkrimi mit recht überschaubarem Umfang handelt, wird das Geschehen eher gemächlich vorangetrieben. Zu häufig wird sich in Details verloren, die zwar relevante Hinweise liefern können, hin und wieder aber auch schlichtweg zuviel vorwegnehmen. Lieber ein paar mehr Andeutungen anstatt tatsächlicher Ausführungen, die Spannungskurve hätte vor Jubel womöglich unkontrolliert ausgeschlagen. So aber gibt es leider recht wenig Interpretationsspielraum oder gar die Möglichkeit eigene – unterschiedliche – Theorien zu entwickeln.

Obwohl keine allzu großen Überraschungen oder bahnbrechende Erkenntnisse zu erwarten sind, möchte man, einmal mit der Lektüre begonnen, trotz aller Kritik, nicht von ihr lassen. Denn emotional wird der Leser durchaus abgeholt, kann sich einfühlen in diverse Gedankengänge und sinnt nach Gerechtigkeit.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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