Film-Rezension

[FILM-REZENSION] Schitt’s Creek – Staffel 2

Redakteur: Anette Wolf

Titel: Schitt’s Creek
Regie: Jerry Ciccoritti , Paul Fox
Darsteller: Eugene Levy, Catherine O’Hara, Dan Levy, Annie Murphy, Jennifer Robertson u. a.
Studio: Edel Germany GmbH
Reihe: Staffel 2
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 323 Minuten

 

SCHITT’S CREEK – STAFFEL 2

 

Fast hätten es die Roses geschafft Schitt’s Creek hinter sich zu lassen, doch dieser Plan hat sich zerschlagen und sie hängen noch immer unfreiwillig und pleite in dieser Kleinstadt fest.
Auch
in der zweiten Staffel funktioniert der Witz, der durch die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen (Ex)Reichen und Kleinstädtern zustande kommt.
Da nicht absehbar ist, wann der Aufenthalt in Schitt’s Creek sein Ende finden wird und die finanziellen Probleme der Roses weiterhin bestehen, begeben sich die Familienmitglieder auf Jobsuche oder versuchen ihre Freizeit an den Kleinstadtmöglichkeiten auszurichten. Dabei fehlt Vater Rose ab und an der nötige Mumm in der Hose, um ein neues Geschäft auf die Beine zu stellen, Mutter Rose wird überrascht als sie in den ortsansässigen Chor eintreten will und findet – eher ungewollt – eine neue Berufung und David und Alexis sorgen für die wohl größte Überraschung dieser Staffel und lassen den Zuschauer gespannt zurück, ob durch diesen Clou eine Wende in der dritten Staffel eintreten oder Schitt’s Creek nach diesem Glückstreffer wieder Fettnäpfchen für Familie Rose bereithalten wird.

Ein köstlicher Running Gag, der den Zuschauer weiterhin begleitet, ist Mutter Moiras Faible für Perücken. Wie schon in der ersten Staffel darf man auch in der zweiten ihren beeindruckenden Bestand bewundern und mit Lachtränen quittieren. Ansonsten ist es aber gerade Moira, die von allen Mitgliedern der Familie Rose die wohl größte Wandlung hinlegt. Sie wird zugänglicher und menschlicher. Situationen, denen sie zunächst mit ihrer ganz eigenen Überheblichkeit begegnet, nehmen teils ungeahnte Wendungen und die Überraschung ist wohl bei Moira selbst am größten, wie sie auf diese reagiert.
Sehr witzig sind auch die Episoden, bei denen die Roses geoutet werden, dass sie an ganz einfachen Dingen scheitern, die für Otto Normalbürger ganz selbstverständlich sind wie Fahrradfahren oder eine Bankkarte mit einer PIN einzurichten.
Manch Interaktion zwischen den Figuren, die in der ersten Staffel ihren Anfang genommen hat, wird hier weitervertieft, andere kommen hinzu.
Gerade Davids und Alexis’ neue Wirkungskreise auf der Arbeit bieten einige witzige Episoden und schöpfen das Potential, welches in der Serie steckt, weiter aus.

Die deutsche Synchronisation hat in dieser zweiten Staffel an Qualität gewonnen. Wer auf Grund dieser in der ersten Staffel ein Problem mit der Serie hatte, sollte hier auf jeden Fall einen zweiten Versuch starten.
Im Vergleich zur ersten Staffel wurden hier noch einige Schippen draufgelegt, sei es in der Charakterentwicklung, der Interaktion zwischen den Figuren oder, was die deutsche Fassung angeht, bei der Synchronisation.
Wer bereits die erste Staffel mochte, kommt um die zweite nicht herum, wer nach der ersten Staffel noch Zweifel hatte, ob er der Serie weiter folgen sollte, bekommt diese hier meiner Meinung nach ausgeräumt.
Sehr gut hat mir zudem das umfangreiche Bonusmaterial auf der zweiten Disc gefallen. Ein toller Mehrwert, der gerade durch die enthaltenen Interviews noch eine ganz andere Sicht auf diese Serie bietet.

 
 

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