Film-Rezension

[FILM-REZENSION] Murdoch Mysteries – Staffel 1

Redakteur: Anette Wolf

Titel: Murdoch Mysteries
Darsteller: Yannick Bisson, Hélène Joy, Thomas Craig, Jonny Harris u. a.
Studio: Edel Germany GmbH
Reihe: Staffel 1
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 611 Minuten

 

MURDOCH MYSTERIES – STAFFEL 1

 

“Murdoch Mysteries” ist eine Kriminalreihe basierend auf den Romanen von Maureen Jennings, von denen aber nur wenige ins Deutsche übersetzt wurden und in der Übersetzung nur noch gebraucht erhältlich sind.
Die Serienadaption hat es auf stolze 228 Folgen in 15 Staffeln geschafft, von denen die erste 2021 auf DVD mit deutscher Synchronisation erschienen ist, seit Beginn des Jahres ist auch die zweite Staffel in diesem Format erhältlich.

Hauptfigur der Serie ist Detective William Murdoch, der in Toronto des Jahres 1895 mit damals sehr fortschrittlichen und noch kaum erprobten Methoden ermittelt, so lernt der Zuschauer in einer Folge beispielsweise den Prototyp des heutigen Lügendetektors kennen.
Murdochs Chef Inspector Thomas Brackenreid widerum ist ein völlig anderes Kaliber von Ermittler, der schnelle Ergebnisse auch gerne durch Gewalt und Drohnungen forciert.
Weitere Hauptfiguren sind die Pathologin und Leichenbestatterin Dr. Julia Ogden, zwischen der und William Murdoch sich recht schnell abzeichnet, dass die beiden mehr verbindet als reine berufliche Zusammenarbeit.
Eine weiterer Hauptcharakter ist Murdochs Partner Constable George Crabtree, der in erster Linie für die humorvollen Töne in dieser ansonsten häufig düsteren Serie sorgt.

Szenenbild und Ausstattung wirken zwar etwas altbacken und sparsam, für mich mutete dies jedoch eher nostalgisch an und erinnerte mich im durchweg positiven Sinn an alte Serien, die ich mir früher als Jugendliche angesehen habe.
Die einzelnen Folgen haben eine Länge von einer guten Dreiviertelstunde, sodass man sich mit einer Staffellänge von 13 Folgen einige schöne Fernsehabende bereiten kann.
Die Fälle sind Folge für Folge in sich abgeschlossen, die Figuren entwickeln sich jedoch immer weiter, weswegen man sie der Reihenfolge nach ansehen sollte. So erlebt man, wie sich der Detective und Dr. Ogden vorsichtig annähern, des Weiteren erfährt man immer weitere Details aus Detective Murdochs Kindheit und Jugend.

Die Kriminalfälle sind wie bereits erwähnt häufig alles andere als leichte Kost, die Freigabe ab 16 Jahren ist in meinen Augen gerechtfertigt.
Die Serie ist eine gelungene Symbiose aus Krimi und historischer Erzählung, in der auch bekannte Persönlichkeiten dieser Zeit wie Nicola Tesla oder Arthur Conan Doyle Auftritte haben. Außerdem werden Themen wie Rassismus, Homosexualität oder der Irlandkonflikt aufgegriffen und durchaus kritisch betrachtet.
Besonderes Vergnügen haben mir witzige Anspielungen gefallen wie die Einführung des Kaffees oder der Verweis auf die Area 51 gefallen.

Die “Murdoch Mysteries” sind eine vielschichtige und facettenreiche Kriminalreihe, die sowohl Fans bei Krimiserien als auch historischen Serien finden dürfte.
Bei mir hat sie insbesondere Anklang gefunden durch die Verarbeitung von relevanten Themen jener Zeit, die zum Teil noch heute wichtige Rollen in der Gesellschaft spielen, sowie den fein eingearbeiteten Humor, der die ansonsten düsteren Inhalte der Serie angenehm auflockert.

 
 

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