Rezension

[REZENSION] Sylt oder solo

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Sylt oder solo
Autor: Claudia Thesenfitz
Verlag: Ullstein
Reihe: Band 2
Ausführung: Taschenbuch, 272 Seiten

 

Autor:
Claudia Thesenfitz, 1967 geboren, hat lange festangestellt als Chefreporterin bei Tempo und petra gearbeitet, bevor sie sich 2001 als freie Autorin und Journalistin selbstständig machte. Sie schreibt für alle großen Frauen-Zeitschriften und Magazine (emotion, Brigitte, petra, maxi, Für Sie, Cosmopolitan, Gala uvm.) und hat unter anderem die Autobiografien von und mit Nena (2005, Luebbe), Dieter Wedel (2008, Luebbe) und Uwe Ochsenknecht (2013, Luebbe) geschrieben.

 

SYLT ODER SOLO

 

Es schien als hätte Nina sich ihren Lebenstraum erfüllt. Doch in letzter Zeit gestaltet sich ihr Leben auf dem Campingplatz auf Sylt mit dem jüngeren Jan als schwierig. Immer mehr gehen ihr seine Marotten auf die Nerven, überhaupt hat er sich zusehends verändert. Oder ist es am Ende sie, die nicht mehr dieselbe ist wie vor zwei Jahren? Werden Nina und Jan gestärkt aus dieser Krise hervorgehen oder werden sich ihre Wege endgültig trennen?

Nach „Sylt oder Selters“ wagt Claudia Thesenfitz mit „Sylt oder solo“ den Versuch herauszufinden was nach einem Happy End geschieht, wenn das Buch zugeschlagen und der Fernseher ausgeschaltet wird. Für den Leser sind trotz Fortsetzung keinerlei Vorkenntnisse notwendig, da beide Teile auch für sich alleine stehen können.

Relativ schnell erfährt der Leser was Nina an Jan stört – und versteht sie vollkommen. Was man allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist ihr Verhalten im weiteren Verlauf des Geschehens. Es ist wundervoll, wenn man einem Menschen so viel Liebe entgegen bringt, doch bedeutet dies nunmal nicht, dass einer sämtliche Eigenarten des anderen bedingungslos akzeptieren muss und immer zurücksteckt, damit die Beziehung Bestand haben kann. Dadurch baut sich eine leicht aggressive Haltung des Lesers gegenüber Nina und auch Jan auf. Es scheint als seien beide unfähig miteinander zu reden und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Fast schon spürt man so etwas wie Erleichterung als Jan sein Studium wieder aufnehmen und dafür zeitweise nach Berlin gehen will. Da ahnt man allerdings noch nicht welche Aktionen – beiderseits – zu erwarten sind. Dennoch, die stille Hoffnung, dass alle Personen zur Vernunft kommen, möchte man nicht aufgeben, wird „Sylt oder solo“ schließlich als „Glücksroman“ angepriesen.

Versucht man nach der Lektüre ein Fazit zu ziehen, fällt dies alles andere als leicht. Trotz bildgewaltigem Lokalkolorit, das für eine heimelige Atmosphäre sorgt, springt der Funke den Inhalt betreffend leider nicht über.

 

Reihen-Info:
Band 1: Sylt oder Selters

 

 
MUSS ICH HABEN!

 

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