Rezension

[REZENSION] Der blaue Vogel

Redakteur: Anette Wolf

Titel: Der blaue Vogel
Autor und Illustrator: Britta Teckentrup
Verlag: ars Edition
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Ausführung: Hardcover, 32 Seiten
Autor und Illustrator:
Britta Teckentrup ist Illustratorin, Autorin und freie Künstlerin. Sie wurde 1969 in Hamburg geboren. In London studierte sie Kunst und Illustration am Saint Martins College und dem Royal College of Art. Heute lebt sie mit ihrem Mann, Sohn und Katze in Berlin. Sie hat über 100 Bilderbücher veröffentlicht, die in mehr als 20 Ländern erschienen und mehrfach ausgezeichnet worden sind.

 

DER BLAUE VOGEL

 

Im Buch wird die Geschichte eines kleinen blauen Vogels erzählt, der ganz vereinsamt auf dem untersten Ast eines Baumes tief im Wald lebt. Nicht nur er hat vergessen, wie es ist mit seinen Freunden durch die Lüfte zu jagen, auch die anderen Vögel haben ihn schon beinahe aus ihrem Bewusstsein verbannt.
Der Beginn der Geschichte hat mich sehr traurig gemacht. Wer selbst schon Phasen der Trauer durchlebt hat oder depressive Schübe kennt, weiß nur zu gut, dass man manchmal nur noch dann die Energie findet aus seinem Schneckenhaus herauszukommen, wenn jemand vorsichtig bei einem anklopft. Doch leider ist es für die meisten der bequemste Weg trauernde Bekannte oder Freunde einfach zu vergessen, genauso, wie es dem kleinen blauen Vogel widerfahren ist.
Die Geschichte nimmt eine Wendung zum Guten, als ein gelber Vogel in den Wald flattert. Dieser nähert sich langsam und mit Bedacht aber stetig dem dunklen Versteck im tiefen Geäst, wo der blaue Vogel fast vergessen von seinem Umfeld lebt.

Für mich spendet diese kleine Geschichte sehr viel Hoffnung und Zuversicht, dass egal, wie schlecht es im Leben einmal läuft, irgendwo gibt es jemandem, der dennoch Anteilnahme nimmt und einen nicht im Stich lässt.

Britta Treckentrup drückt die wandelnde Stimmung von Trauer und Verlassenheit zu Hoffnung und Zuversicht im Buch in erster Linie durch das Spiel mit Farben aus. Wo zu Beginn der Wald sehr dunkel und undurchdringlich wirkt, lichten sich mit jeder Seite die Baumkronen etwas mehr und geben den Blick auf den Himmel und die Sonne frei. Auf den ersten Seiten sind fast ausschließlich kahle Äste zu sehen, am Ende der Geschichte fliegen zwei Vögel über einen sonnenbeschienenen Wald, der in voller Blüte steht und zwischen den einzelnen Bäumen sind noch viele weitere Vögel in zahlreichen Farben auszumachen.

“Der blaue Vogel” ist eine herzerwärmende Parabel über Traurigkeit und Verlust, die sich sehr gut eignet, um bereits mit Kindern über diese Gefühle zu sprechen.
Für mich ist dieses Buch jedoch vor allem ein wunderschönes Geschenk an Herzensmenschen, denen man damit zeigen möchte, dass sie keine Angst haben müssen im dunklen Dickicht des Lebens alleine gelassen zu werden
.

 
 
MUSS ICH HABEN!

 

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