Film-Rezension

[FILM-REZENSION] Follow the Money – Staffel 3

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Follow the Money
Regie: Søren Balle / Milad Alami / Gustav Möller / Samanou A. Sahlstrøm / Frederik Louis Hviid
Darsteller: Esben Smed, Thomas Hwan, Maria Rich, Esben Smed u.a.
Studio: Edel Germany GmbH
Reihe: Staffel 3
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 575 Minuten

 

FOLLOW THE MONEY

 

Geldwäsche und Drogenhandel sind die Schnittpunkte im Leben der unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Gesellschaftsschichten. Der eine regiert die Unterwelt, der andere will den gesamten Ring zerschlagen und wieder ein anderer hat ganz eigene Pläne. Zig Fäden, die schlussendlich mal mehr mal weniger zusammenlaufen, aber in jedem Fall ein großes Netz spinnen.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Staffeln der Serie hat sich das Setting ein wenig verschoben, auch der Großteil des Personals ist zunächst unbekannt, und doch hat man gleich das Gefühl mittendrin zu sein. Es ist nicht zwingend notwendig Vorkenntnisse zu besitzen, da die dritte Staffel eigenständig zu betrachten ist, hat man jedoch Hintergrundinformationen, rückt man womöglich noch ein bisschen näher ans Geschehen heran.

Zehn Folgen à 60 Minuten, die recht rasant über den Bildschirm flimmern und ein recht gutes Verhältnis von Vorhersehbarkeit und überraschenden Wendungen aufweisen. Den Machern gelingt der ein oder andere Kniff – besonders zum Ende hin – mit dem der Zuschauer sicher nicht rechnet, obwohl man von Anfang an weiß, dass gerade das Milieu, in dem man sich bewegt, unberechenbar ist. Nichtsdestotrotz ist eine Serie nie vor Längen gefeit, und so gibt es auch hier einige wenige Passagen, in denen die Handlung stagniert und die weitere Richtung scheinbar niemandem so ganz klar ist.

Generell aber gestaltet sich der Spannungsbogen gelungen, der Zuschauer ist mitten im Thema, fühlt sich gut unterhalten und erhält einige Anstöße zum Nachdenken und Mitfiebern. Häufig hadert man mit Entscheidungen und Handlungsweisen der Figuren, wohl auch, weil man sich nicht vorstellen möchte, dass die Realität tatsächlich so grausam sein kann wie innerhalb des Geschehens abgebildet. Gleichzeitig aber ist man mitunter fasziniert von diesem Konstrukt, wegschauen ist schier unmöglich, einmischen allerdings genauso wenig.

 
 

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