Rezension

[REZENSION] Das Wunder von Narnia (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Das Wunder von Narnia (OT: The Magician’s Nephew)
Autor: C. S. Lewis
Übersetzer: Ulla Neckenauer
Sprecher: Erzähler: Friedhelm Ptok
Verlag: DAV
Reihe: Die Chroniken von Narnia 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 109 Minuten, 2 CDs
Autor:
Clive Staples Lewis (1898–1963) war ein irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Nach Abschluss seines Studiums in Oxford hatte er ab 1954 den Lehrstuhl für Englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance in Cambridge inne. Lewis traf sich in dieser Zeit häufig mit seinem Freundeskreis, den »Inklings«, zu denen auch J. R. R. Tolkien gehörte.
 
Sprecher:
Friedhelm Ptok, Valentin Karow, Emily Strohmann, Santiago Ziesmer, Eva-Maria Kurz, Valery Tscheplanowa, Martin Engler, Lars Rudolph, Britta Steffenhagen, Pierre Besson, Joachim Kaps, Uve Teschner

 

DAS WUNDER VON NARNIA

 

Obwohl in anderer zeitlicher Abfolge erschienen, nimmt das Abenteuer mit „Das Wunder von Narnia“ seinen Anfang. Denn Narnia gab es nicht schon immer, es erwachte durch Aslan und zieht nicht nur Polly und Digory in seinen Bann. Natürlich gibt es mit der Weißen Hexe eine Gegenspielerin, die nichts gutes im Sinn hat und das Land mit all seiner wundervollen Magie beherrschen will.

Die Hörspiel-Adaption nimmt den Hörer mit in eine verwunschene Welt, auch wenn vor allem der erste, ungeplante Ausflug der Kinder in den Wald zwischen den Welten eher seltsam anmutet. Es schwingen zunächst recht wenig Emotionen mit, als müssten sich die Sprecher in ihren neuen Rollen erst noch einfinden. Im weiteren Verlauf verdichtet sich die Atmosphäre dann aber immer mehr und transportiert schlussendlich auch die unterschiedlichsten Stimmungen.

Unumstößlich ist natürlich der zeitlose Charakter der Erzählung, ebenso wie die Zielgruppe nicht eng gefasst werden kann, da Hörer jeder Generation dem Zauber folgen und so dem Alltag kurzfristig entfliehen. Egal, ob man die Geschichte bereits kennt oder das erste Mal mit ihr in Berührung kommt, sie lässt jeden kurz innehalten, bevor man sich gemeinsam mit den Protagonisten auf eine abenteuerliche Reise begibt, die einige Überraschungen bereit hält.

Doch auch in der vermeintlichen Idylle lauern Gefahren, manche offensichtlich, andere nur unterschwellig spür-, aber nicht richtig greifbar. Nichtsdestotrotz wird der Spannungsaspekt eher nebensächlich behandelt, mehr Raum nimmt sowohl die Ausarbeitung der Figuren als auch die Darstellung Narnias generell ein. Definitiv kein konkreter Kritikpunkt, ein Fünkchen mehr Spannung, in Verbindung mit einem Anzug des Tempos hätte aber durchaus für Begeisterung gesorgt.

Eine solide Vertonung einer wunderbaren Geschichte, die Groß und Klein Spaß macht, ihr Potential aber nicht vollends ausgeschöpft hat.

 
 
MUSS ICH HABEN!

 

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