Rezension

[REZENSION] Die Tochter des Paten

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Tochter des Paten
Autor: Alexander Oetker
Verlag: Droemer
Reihe: Zara und Zoë 3
Ausführung: Softcover, 288 Seiten
Autor:
Alexander Oetker, geboren 1982 in Berlin, ist der Frankreich-Experte der neuen Generation – und politischer Journalist im Zentrum der Macht. Er war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv, berichtete über Terroranschläge und Bandenkriminalität. Nun arbeitet er als politischer Reporter in Deutschland. Die Bücher seiner Krimireihe um Commissaire Luc Verlain sind stets SPIEGEL-Bestseller.

 

DIE TOCHTER DES PATEN

 

Zu Beginn des letzten Bandes der Trilogie herrscht die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Allerdings nur kurz. Denn schon bald wird klar, dass alles auf einen Showdown hinauslaufen wird, an dessen Ende die Fronten geklärt sein sollen. Doch bis man erfährt wie dieser ausgeht und welche Seite die größere Stärke beweist, gibt es noch einige Ereignisse und Erkenntnisse zu verfolgen.

Das angespannte Verhältnis der Zwillinge Zara und Zoë wird ein weiteres Mal auf eine harte Probe gestellt. Als Leser ist man in diesem Fall immer ein bisschen zwiegespalten, ob man sich wirklich auf einer der beiden Seiten positionieren möchte, denn, ungeachtet der Legalität manch einer Aktion, kann man für beide Schwestern ein gewisses Verständnis aufbringen. Die anderen Charaktere spielen eine fast schon untergeordnete Rolle, obwohl sie sich, sofern sie bis jetzt überlebt haben, seit dem ersten Band stetig weiterentwickeln konnten.

Um das Geschehen nachvollziehen zu können, ist es zwingend erforderlich, die Reihe verfolgt zu haben, denn letztlich baut alles aufeinander auf. Sicherlich wird auf manche Passagen aus den Vorgängerbänden noch einmal kurz eingegangen, vor allem wenn sie akut relevant sind, ausreichend für das Gesamtverständnis ist dies jedoch nicht. Insbesondere die Verwicklungen innerhalb der Mafia, der organisierten Kriminalität, sind so fein verwoben, dass man genau hinschauen muss, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Nach dem recht gemütlichen Einstieg in diesen Abschlussband, geht es schon recht bald ordentlich zur Sache. Das Tempo zieht merklich an und wird dauerhaft auf einem hohen Niveau gehalten. Allzu überraschend kommt der Verlauf des Geschehens zwar nicht daher, dennoch verfolgt der Leser die Ereignisse mit Spannung. Ein würdiger Abschluss der Trilogie.

 
 

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