Rezension

[REZENSION] Das letzte Buch von Marceau Miller (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Das letzte Buch von Marceau Miller (OT: Le roman de Marceau Miller)
Autor: Marceau Miller
Übersetzer: Thomas Brovot
Sprecher: Marlen Ulonska, Johannes Quester
Verlag: Hörbuch München von RBmedia Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: Ungekürzte Lesung, ca. 524 Minuten, Audio-Download
Autor:
Marceau Miller, vermutlich 1978 geboren, ist möglicherweise Schriftsteller und Drehbuchautor. Dies ist jedoch das erste Mal, dass er einen Roman unter diesem Namen geschrieben hat. Er lebt in Frankreich und kehrt regelmäßig an den Genfersee zurück, eine Region, die ihn stark fasziniert.
 
Sprecher:
Marlen Ulonska ist eine deutsche Schauspielerin, Hörbuch-, Hörspiel- und Synchronsprecherin. Ihre Schauspielausbildung schloss sie 2002 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock ab und war anschließend an verschiedenen Bühnen tätig. Für arte, ARD, SR und SWR spricht sie die Off-Stimme von Dokumentations- und Featuresendungen. Weiterhin ist sie in vielen Funk- und Fernsehwerbespots zu hören, und im Fernsehen in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen. Marlen Ulonska lebt derzeit in Berlin.

Johannes Quester ist ausgebildeter Schauspieler. Nach seinem Studium an der HMT Rostock war er viele Jahre als Schauspieler engagiert, u.a. am Volkstheater Rostock, dem Gerhart Hauptmann Theater Zittau, dem Theater Bielefeld, dem Staatstheater Saarbrücken und dem Staatstheater Braunschweig. Er steht regelmäßig für Dreharbeiten vor der Kamera und ist Sprecher für Hörbücher und Hörspiele.

 

DAS LETZTE BUCH VON MARCEAU MILLER

 

Der Schriftsteller Marceau Miller kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode und hinterlässt seiner Frau neben einer Menge Bargeld kryptische Zeilen und ein verhängnisvolles Manuskript. Letzteres allerdings ist so gut versteckt, dass bald Zweifel darüber aufkommen, ob es überhaupt existiert.

Als Hörer hat man in diesem Fall einen klaren Wissensvorsprung, denn etappen- beziehungsweise kapitelweise wird das Manuskript offenbart. Schnell wird deutlich, dass es sich dabei nicht um Fiktion handelt. Somit switcht die Erzählung immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Im Laufe der Zeit ergeben sich zahlreiche Zusammenhänge, die durchaus zu überraschen wissen oder sogar pure Verblüffung auslösen.

Die Charaktere bewegen sich wie Figuren auf einem Spielbrett, ohne zu wissen, wer von den anderen welches Spiel beziehungsweise welche Rolle spielt. Entsprechend undurchsichtig bleibt das Gesamtgeschehen sowohl für Protagonisten wie auch für Hörer. Gleichzeitig wird gekonnt Spannung und Misstrauen erzeugt. Wer kann schon wirklich sagen wer hier seine Karten offenlegt. Bis zum Schluss ist noch vieles denkbar, die Inszenierung findet immer neue Abzweigungen.

Das Wechselspiel zwischen Marlen Ulonska und Johannes Quester gestaltet sich angenehm und lebendig. Somit ergibt sich ein rundes Bild, das „Das letzte Buch von Marceau Miller“ zu einem originellen Spannungsroman macht, in dem der Hauptprotagonist alles daran setzt seinen Mörder zu entlarven. Oder ist doch alles ganz anders?

 
 

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