Rezension

[REZENSION] REM

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: REM
Autorin: Annika Strauss mit Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 320 Seiten
Autoren:
Annika Strauss, geboren 1984, studierte Allgemeine Rhetorik und Germanistik in Tübingen. Als Schauspielerin hat sie bis heute in rund 40 Filmproduktionen mitgewirkt – viele davon sind im Horror-Genre zu verorten, was ihr unter anderem den Beinamen »German Screamqueen« einbrachte. Privat eher vorsichtig, setzt sie sich so mit den dunklen Seiten der Welt und der Menschen auseinander. 2024 veröffentlichte sie ihr Thriller-Debüt Nachtfahrt.

Sebastian Fitzek, geboren 1971 in Berlin, ist einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Seit 2006 schreibt Fitzek Psychothriller, die allesamt zu Bestsellern wurden. Sein erster Roman „Die Therapie“ eroberte innerhalb kürzester Zeit die Bestsellerliste und wurde als bestes Krimidebüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

 

REM

 

Viele Jahre nach einem traumatischen Ereignis, das sich tief in ihr Unterbewusstsein gegraben hat, steht Alysee vor der Möglichkeit, die Vergangenheit zu verstehen. Vielleicht kann sie sogar die quälende Schlafphobie bezwingen und ein unbeschwertes Leben führen. Doch schnell wird ihr bewusst, dass etwas viel grausameres als die ihr bekannten Dämonen darauf lauert zuzuschlagen.

Obwohl die Handlung als solche eine geraume Zeit benötigt, um in Gang zu kommen, ist schon früh ein gewisser Sog spürbar. Schließlich ist dem Leser bereits zu Beginn bekannt in welchem Genre man sich bewegt, so dass die Geschichte unweigerlich darauf hinsteuert, die entsprechenden Elemente sind unverkennbar. Die relativ kurzen Kapitel halten die Erzählung dabei stetig im Fluss. Auf Grund unregelmäßiger Perspektivwechsel erhält man zudem weitreichendere Informationen als die einzelnen Protagonisten.

Diese wiederum bleiben in Summe recht blass. Selbst Alysee, um die sich im Grunde alles dreht, hätte noch mehr Tiefe vertragen können. Eine echte Verbindung zwischen Leser und Charakteren entwickelt sich nicht, dennoch ist einem ihr Schicksal selbstredend nicht gleichgültig.

Annika Strauss hat gemeinsam mit Sebastian Fitzek einen Plot erschaffen, der die Denkleistung des Lesers durchaus ab und an fordert. Vieles schreit nach Irrationalität, die dargelegten Erläuterungen allerdings sind wahrhaftig erstklassig und regen zum Nachdenken und Grübeln an. Gleichzeitig verschlägt es einem ob der beschriebenen Szenarien mehr als einmal den Atem. Sicherlich keine Lektüre für schwache Nerven. Und ob man das Buch wirklich vor dem Schlafengehen lesen sollte, muss auch jeder selbst entscheiden.

Meinungen und Empfindungen sind generell subjektiv zu betrachten. Da es hier explizit um Schlaf und Träume geht aber noch eine zusätzliche absolut subjektive Einschätzung zum Schluss. Es scheint, als würde das gesamte Setting weniger verfangen, wenn man selbst fast nur luzid träumt.

Nichtsdestotrotz ist REM ein gelungener Horror-Thriller, der mit Sicherheit einige Leser restlos begeistern wird.

 
 

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