Rezension

[REZENSION] Vampire tanzen nicht mit Feen

Redakteur: Julia Ehrenberg

Titel: Vampire tanzen nicht mit Feen
Autor: Laura Ellen Anderson
Übersetzer: Katrin Segerer
Originaltitel: Amelia Fang & the Barbaric Ball 
Verlag: Schneiderbuch 
Reihe: Amalia von Flatter 1
Ausführung: Hardcover, 224 Seiten
Autor:
Laura Ellen Anderson ist eine erfolgreiche Illustratorin aus England. Sie ist süchtig nach Kaffee und verbringt jede freie Minute mit Zeichnen. Sie würde sehr gerne auf dem Mond leben, wenn das endlich möglich wird. »Amalia von Flatter« ist ihre erste Kinderbuchserie, die sie sowohl geschrieben als auch gezeichnet hat.

 

VAMPIR TANZEN NICHT MIT FEEN

 
Amalia von Flatter ist ein kleines Vampirmädchen. Ihre besten Freunde sind Flora Zottelzeh, die vielleicht aussieht wie ein Monster, tatsächlich allerdings einer seltenen Yetiart angehört, und Todd Schnitter, der Sohn von Gevatter Tod. Sie alle wohnen in Nokturnia, dem Land, in dem man sich vor Glitzer gruselt und Angst vor Einhörnern und Feen hat. Nacht für Nacht lernen die Freunde schreckliche Dinge über die Wesen des Lichts und gruseln sich vor ihnen.

Als der einmal im Jahr stattfindende Barbarische Ball vor der Tür steht, den Amalias Eltern ausrichten und zu dem nur erwachsene geladen werden, ist Amalia begeistert, dass dieses Jahr auch Prinz Marillo dabei sein wird. Endlich jemand zum Spielen auf dem Ball. Doch dann lernt sie Prinz Marillo kennen, ein verwöhnter Bengel, der meint, alles und jeden herumkommandieren zu dürfen und der Amalias Hauskürbis Kürbinian klaut. Das darf nicht sein, Amalia muss ihn zurückbekommen und schmiedet Pläne mit ihren Freunden. Denn auch wenn die Mutter des Prinzen vor Jahren von einer Fee gefressen wurde, das entschuldigt Marillos unmögliches Verhalten nicht. Und so beginnt ein besonderes Abenteuer.

Die Geschichte ist etwas ganz anderes als die ganzen Bücher über Feen, Elfen und rosa liebende Prinzessinnen. All diese von kleinen (und großen) Mädchen geliebten Dinge sind hier böse und schlecht. Alle ekeln ich vor Glitzer, und dieser Ausflug in die ganz gegensätzliche Welt ist irgendwie witzig. Und auch wenn es in Nokturnia gut ist, möglichst ekelhaft und stinkend zu sein, so sind die Figuren doch liebenswert und sehr sympathisch. Und es wird schnell da, im Prinzip gelten dort die gleichen Werte, Freundschaft und Zusammenhalt sind wichtig.

Von der Story her ist die Geschichte also gar nicht so anders wie in anderen Kinderbüchern, aber doch ist sie erfrischend anders.

Es sind die Kleinigkeiten wie die Hawaii-Friedhofs-Hemden von Amalias Vater und die Tatsache, dass ein kleiner quietschender und hüpfender Kürbis ein Haustier ist, die mich begeistert haben. Manche Sachen sind auch etwas ekelhaft, so sind abfallende Köpfe und herumspringende Augen keine Seltenheit und die Nahrungsmittel klingen alles andere als appetitlich. Das macht das Buch aber irgendwie noch faszinierender.

Genervt hat mich eigentlich nur der Sprachfehler von Amalias Freundin Flora. Die kann kein S sprechen, ersetzt diese durch F. Das macht das Lesen echt anstrengend. Vorgelesen ist das bestimmt super lustig, mich hat es nach einiger Zeit aber wirklich genervt.

Trotzdem hat das Buch mich gut unterhalten und war mal etwas ganz anderes. Ich freue mich auf weitere Abenteuer in Nokturnia, vielleicht kann mich die Welt dann noch vollends von sich überzeugen. Sie hat auf jeden Fall großes Potential.

 

 

MUSS ICH HABEN!

 

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