Rezension

[REZENSION] Stille Schwester

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Stille Schwester
Autor: Martin Krist
Verlag: epubli
Reihe: Henry Frei 2
Ausführung: Taschenbuch, 232 Seiten
Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.

 

STILLE SCHWESTER

 

Während Henry Frei und seine Kollegin mit Hochdruck in mehreren Fällen gleichzeitig ermitteln, ahnt Rebecca Bartels noch nicht, dass sie möglicherweise ins Visier eines Serienkillers geraten ist. Ihre Sorge gilt hauptsächlich ihrer Beziehung, die sie bisher für nahezu perfekt hielt, die nun aber mehr und mehr Risse bekommt. Derweil treibt ein Mörder sein Unwesen, die Opfer scheinbar wahllos ausgesucht – eine Verbindung zumindest lässt sich nicht erkennen. Was haben die Kommissare übersehen?

Wie so häufig bei Martin Krist wird der Leser auch in Henry Freis zweitem Fall direkt ins Geschehen katapultiert. Nach den ersten Schrecksekunden wird schnell klar, dass man gerade einem späteren Ereignis beigewohnt hat und sich nun auf den Weg dorthin begibt. Denn natürlich wurden weder sämtliche Akteure noch der Ausgang konkret benannt. Gekonnt spukt der Einstieg nun während der gesamten Lektüre im Hinterkopf des Lesers, schließlich muss im weiteren Verlauf eine Art Schlüsselmoment zu finden sein, der die weitere Richtung anzeigt und eine Brücke zu diesem Erlebnis schlägt.

Gewohnt souverän und gleichzeitig lässig wird der Leser durch die Erzählung „getrieben“. Die zumeist kurzen Kapitel geben immer wieder einen kleinen Teil des zu lösenden Rätsels frei, bevor an einen anderen Ort, zu anderen Protagonisten gewechselt wird. Doch trotz unterschiedlicher Handlungsstränge ist man sicher schon bald eine Verbindung erahnen zu können. Wann und wo es zu Überschneidungen kommen wird, ist jedoch nicht klar. Auch erhält der Leser Einblick in die Gedankenwelt des Täters und dessen Motiv. Inwiefern beziehungsweise auf welchen Charakter sich dies bezieht ist ebenfalls ungewiss, bleibt nur Hinweise sammeln oder abwarten.

Noch immer bleiben die Figuren auf Distanz auch wenn der ein oder andere sich tatsächlich ein wenig mehr öffnet als noch im ersten Teil. Es scheint aber tatsächlich der Fall zu sein, dass noch auf etwas hingearbeitet wird, das der Leser noch nicht primär im Blick hat. Somit könnte möglicherweise im Vorfeld zu viel verraten werden, könnte man mehr in die Tiefe blicken. Auf jeden Fall ist klar, dass es noch weiter geht, denn ganz explizit stellt man sich die Frage: Was ist denn nun mit Mareks Tochter geschehen?

 

Reihen-Info:
Band 1: Böses Kind

 
 
MUSS ICH HABEN!

ANDERE AUSGABE?
ebook
 

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