Rezension

[REZENSION] Ostfriesenfete

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Ostfriesenfete
Autor: Klaus-Peter Wolf
Verlag: Fischer
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 112 Seiten
Autor:
Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im selben Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln an die Küste gezogen und Wahl-Ostfriese geworden. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bislang sind seine Bücher in 24 Sprachen übersetzt und über zehn Millionen Mal verkauft worden. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für ‘Tatort’ und ‘Polizeiruf 110’.
Die Romane seiner Serie mit Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen stehen regelmäßig mehrere Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste, derzeit werden einige Bücher der Serie prominent fürs ZDF verfilmt und begeistern Millionen von Zuschauern.

 

OSTFRIESENFETE

 

Als er von seiner ehemaligen Klassenkameradin Nadja eine Einladung zur „Loserparty“ erhält, überlegt Rupert lange, ob er zusagen soll. Schließlich könnte es sich um eine Falle handeln, vielleicht soll er vorgeführt werden, man weiß eben nie um die Gemeinheit und Hinterhältigkeit der Menschen. Er macht sich dann aber doch auf den Weg nach Langeoog, denn neugierig ist er allemal. Wer wird noch auf diese Party sein und welche Niederlagen zu berichten haben? Mit vielem hätte Rupert gerechnet, aber nicht mit einem Toten und damit, dass er nun die Ermittlungen aufnehmen muss.

In diesem Kurzkrimi koppelt Klaus-Peter Wolf eine seiner Figuren aus der bekannten Ostfriesen-Krimi-Reihe ab und lässt ihm eine etwas größere Rolle zuteil werden. Aber ob Rupert diese auch ausfüllen kann? Auf etwas mehr als 100 Seiten hat er nun Zeit sich von seiner besten Seite zu zeigen und dem Leser ein umfassendes Bild zu liefern. Vielleicht hat man ihn bislang einfach nur unterschätzt – sofern man die Reihe ansonsten auch verfolgt.

Auf Grund der Kürze hätte man eigentlich mit einem enormen Spannungsgehalt gerechnet, doch lange Zeit will sich nichts dergleichen einstellen. Vielmehr plätschert die Handlung vor sich hin, durchzogen mit durchaus humoristischen Begebenheiten, doch eher einer reinen Erzählung denn einem Kriminalroman folgend. Somit wird man mehr von der Hoffnung auf Steigerung angetrieben als von fesselnden Ereignissen. Der Mord ereignet sich zwar nicht überraschend, ist aber dennoch nicht auf den ersten Blick zu durchschauen. Da kommt es erstmals zu Regungen der Neugier sowie erwachender Ermittlerinstinkte. Fragt sich nur wer geeigneter ist des Rätsels Lösung zu finden – der Leser oder Rupert..

Zum Schluss geht alles ganz schnell, das Ende wartet dann auch tatsächlich noch mit Spitzfindigkeiten auf, die in der eigenen Theorie nicht unbedingt vorkamen. Nichtsdestotrotz ist man eher enttäuscht ob des kurzen Ausflugs mit Rupert nach Langeoog. Unter dem Aspekt eines Kurzkrimis wäre sicherlich einiges mehr an Potential vorhanden gewesen.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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