Film-Rezension

[FILM-REZENSION] Die nackte Wahrheit

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die nackte Wahrheit (OT: The ugly Truth)
Regie: Robert Luketic
Darsteller: Katherine Heigl, Gerard Butler, Eric Winter, John Michael Higgins u.a.
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Reihe: -/-
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 92 Minuten

 

DIE NACKTE WAHRHEIT

 

Abby, Produzentin einer morgendlichen Unterhaltungssendung, ist alles andere als begeistert als sie plötzlich mit Mike zusammenarbeiten soll, der sämtliche Charakterzüge in sich vereint, die sie an Männern verabscheut. Vor allem seine Einstellung zu Beziehungen zwischen Männern und Frauen stößt nicht unbedingt auf Gegenliebe. Dennoch lässt sie sich auf einen Deal mit ihm ein und verfolgt ein paar Tipps als es darum geht ihren neuen Nachbarn für sich zu gewinnen. Wird Abby erfolgreich sein oder scheitern?

Männer und Frauen, vor allem aber die Beziehung zwischen den Geschlechtern, ist ein Thema, über das sich lang und breit diskutieren lässt, zu dem vermutlich jeder eine andere Meinung hat und das dennoch niemals vom Tisch ist. So ist ein kein Wunder, dass auch diese Komödie sich damit auseinandersetzt und dabei diverse Klischees bedient, die teilweise derart übertrieben dargestellt sind, dass es schon wieder lustig ist. Schnell zeigt sich, dass vor allem die beiden Hauptdarsteller sich für nichts zu schade sind und somit einen großen Anteil an Lachern einfahren, die der Zuschauer aus vollem Herzen ausstößt. Von urkomisch bis peinlich berührt ist eigentlich alles dabei, es mangelt im Grunde an nichts, auch wenn zwangsläufig die Frage nach der Authentizität aufkommt.

Obwohl es im weitesten Sinne um Liebe geht bleibt der romantische Anteil erfreulicherweise relativ gering. Der Humor steht eindeutig im Vordergrund und gibt somit auch die Linie vor. Manchmal würde man sich ein wenig mehr Überraschungsmomente und weniger Vorhersehbarkeit wünschen, im Großen und Ganzen aber ist der Unterhaltungswert recht hoch. Allzu tiefgründige Erkenntnisse darf man entsprechend natürlich auch nicht erwarten, aber das sollte dem Zuschauer normalerweise bereits im Vorfeld klar sein. Ob man schlussendlich eine Lehre aus den dargestellten Ereignissen ziehen will, bleibt jedem selbst überlassen.

Eine grandiose Besetzung, eine schnell erzählte Geschichte mit knackigen, teils bissigen Dialogen und ab und an Momenten zum Fremdschämen, aber auch zum Identifizieren, mehr braucht es im Grunde nicht, wenn man sich für ein bis zwei Stunden berieseln lassen möchte. Somit ist man bei dieser Komödie vollkommen richtig und wird die aufgewendete Zeit im Nachhinein nicht bereuen.

 
 

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