Film-Rezension

[FILM-REZENSION] Springflut II

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Springflut II
Regie: Pontus Klänge / Niklas Ohlson
Darsteller: Julia Ragnarsson, Kjell Bergqvist, Cecilia Nilsson, Dar Salim, Johan Widerberg u.a.
Studio: Edel Germany GmbH
Reihe: Staffel 2
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 441 Minuten

 

SPRINGFLUT II

 

Kaum kehrt Olivia Rönning nach einem Jahr Auszeit zurück, steht sie schon bald dem nächsten Rätsel gegenüber. Der Zollbeamte Bengt Sahlmann soll sich erhängt haben und ausgerechnet seine eigene Tochter findet ihn. Doch etliche Spuren sprechen eine andere Sprache, so dass auch die Ermittlungen schnell in eine andere Richtung gelenkt werden. Wie sich allerdings eine Verbindung nach Marseille ergeben soll, wo die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, ist noch nicht absehbar. Gibt es überhaupt einen Zusammenhang?

Angelehnt an den zweiten Band, „Die dritte Stimme“, mit den Hauptfiguren Rönning/Stilton, folgt nun auch die zweite Staffel der Serie. Rund ein Jahr nach den nervenaufreibenden Ereignissen, die hauptsächlich Olivia betrafen, gilt es erneut undurchsichtige Machenschaften aufzudecken, um für ein bisschen mehr Transparenz und Gerechtigkeit zu sorgen. Dabei geht kein Protagonist – egal auf welcher Seite er steht – zimperlich vor, so dass sich eine wahrlich explosive Mischung ergibt. Jederzeit kann es zur Eskalation kommen, dennoch schafft es vor allem Olivia immer wieder auch besonnen zu reagieren, selbst in schier ausweglosen und nicht minder gefährlichen Situationen.

Der Zuschauer ist schnell mittendrin im Geschehen, vor allem mit den Charakteren ist man sofort wieder auf einer Wellenlänge. Atmosphärisch dicht erzählt, nicht immer Vollspeed, aber dennoch ohne Stillstand, lassen die Macher einerseits Raum für eigene Theorien, legen aber andererseits gekonnt Köder aus. Diverse Handlungsstränge entwickeln sich in verschiedenen Ecken, teils sogar im Verborgenen, ehe sie womöglich zueinander finden und weitere Denkanstöße liefern – oder eben auch nicht. Alles scheint möglich, und doch zeichnet sich eine ebenso klare Linie ab, so man den Blick fokussiert und zeitweise die emotionale Ebene außen vor lässt.

Knapp 450 Minuten Hochspannung, aufgeteilt auf 5 Episoden, die den Zuschauer abholen und mitnehmen. Man darf schon jetzt auf weitere Verfilmungen gespannt sein, die ersten beiden Staffeln haben bereits ordentlich vorgelegt.

 
 

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