Rezension

[REZENSION] Schach mit toter Dame

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Schach mit toter Dame
Autor: Lotte Minck
Verlag: Droste
Reihe: Loretta Luchs 13
Ausführung: Taschenbuch, 304 Seiten
Autor:
Lotte Minck hat die längste Zeit ihres Lebens im Ruhrgebiet gelebt, wo sie Popstars bekocht, Events organisiert und in einer Schauspielagentur Termine jongliert hat. Dabei hat sie einige Skurrilitäten erlebt und die Menschen des Reviers kennen und lieben gelernt. Seit 2005 widmet Lotte Minck sich ganz dem Schreiben.

 

SCHACH MIT TOTER DAME

 

Die beiden rüstigen, spannungsliebenden Schwestern Cäcilie und Käthe sind sich sicher, dass im Seniorenheim ‘Herbstglück’ nicht nur ein Langfinger herumschleicht, sondern auch ein Mörder. Wie gut, dass sie vor kurzem Loretta Luchs kennengelernt haben, die sie sogleich in der just unterbesetzten Küche des Stifts als Vertretung einschleusen. Gibt es wirklich Wanzen in der Residenz, mittels derer die Bewohner ausgehorcht werden? Ob die Anschuldigungen der Schwestern gerechtfertigt sind oder nicht, Loretta beginnt mehr oder minder zaghaft zu ermitteln und steht im nächsten Moment bereits wieder vor einer Leiche.

Wie immer ist auch dieser 13. Band rund um Loretta Luchs eigenständig und ohne Vorkenntnisse der Reihe lesbar, hat man aber zumindest den direkten Vorgänger konsumiert, gibt es als besonderes Schmankerl ein Wiedersehen mit Cäcilie und Käthe. Zuvor noch als Zaungäste beim Speed-Dating, sind sie in diesem Fall nicht nur ganz nah dran, sondern mittendrin. Kaum dass sie ein Verbrechen wittern, entwerfen sie eine Strategie und verplanen geschickt die ein oder andere Humanressource.

Lotte Minck versteht es gekonnt den Leser um den Finger zu wickeln und abzuholen, auch wenn dieser sich womöglich zunächst noch etwas windet. Doch schon bald wird man dem Ruhrpottcharme nicht mehr widerstehen können und ergibt sich in sein Schicksal, was auch immer das für jeden einzelnen bedeutet. Spannende wie humoristische Elemente geben sich die Klinke in die Hand, mitunter wird es sogar wahnwitzig, doch irgendwie hängt man an dem Personal, das unterschiedlicher nicht sein könnte und sich gerade deswegen vortrefflich ergänzt.

Inhaltlich mag der ganz große Kniff ausbleiben, dennoch gibt es einige rätselhafte Momente, die nicht nur Loretta im Augenblick des Geschehens übersieht, und die somit erst im Nachgang ihre Wichtigkeit offenbaren. Womöglich lässt man sich zu schnell dazu verleiten gedanklich abzuschweifen und die Ernsthaftigkeit manch einer Situation zu verkennen. Es ist teilweise aber auch wirklich verworren, das innere Geflecht nicht auf Anhieb und ohne hellseherische Fähigkeiten zu durchdringen.

‘Schach mit toter Dame’ bietet einige unterhaltsame Lesestunden, stimmt hin und wieder nachdenklich, vor allem aber wird die Neugierde auf weitere Pottbegegnungen geschürt.

 
 
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2 thoughts on “[REZENSION] Schach mit toter Dame

  1. Hallo und guten Tag,

    hm, Bücher mit Schachthematik sind ,glaube ich z.Z. total “in” siehe auch …Lang lebe die Königin! von Esmé Lammers…habe ich auf einem, anderen Blog entdecken dürfen.
    Ich persönlich finde ja ohnehin, Schach ist ein tolles Spiel, wenn man es kann…

    LG..Karin..

    1. Guten Morgen Karin,
      hier ist das Spiel als solches allerdings nicht Thema, die Leiche wird auf einem Riesenschachfeld gefunden, erschlagen mit einer der Figuren..
      LG
      Christiane

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