Rezension

[REZENSION] Indiens Dosa-Küche

Redakteur: Anette Wolf

Titel: Indiens Dosa-Küche (OT: Dosa Kitchen)
Autor: Nash Patel, Leda Scheintaub
Übersetzer: Carla Gröppel-Wegener

Verlag: Narayana
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 151 Seiten
Autor:
Nash Patel, aufgewachsen in einer anglo-indischen Familie in Hyderabad, kennt die Dosa Küche seit Kindertagen, während Leda Scheintaub die Vielfalt aus exotischen Dips und Füllungen erst durch ihren Mann kennen- und liebenlernte. Beide betreiben gemeinsam erfolgreich einen original indischen Foodtruck in ihrer Heimatstadt Brattleboro, im US-Bundesstaat Vermont.
Leda Scheintaub ist eine versierte Verlagsfrau, Redakteurin und Restauranttesterin. Kochen lernte sie im Natural Gourmet Institute in New York. Was lag da näher, als gemeinsam mit Nash Patel ein inspirierendes Kochbuch über die vielleicht vielseitigsten Wraps der Welt zu schreiben?

 

INDIENS DOSA-KÜCHE

 

Dieses Buch war für mich eine Offenbarung, nachdem es zunächst lange Zeit unbeachtet im Regal stand und auf seine Verwendung wartete.
Ich mag die indische Küche schon seit vielen Jahren und habe bereits einiges aus diversen indischen Kochbüchern nachgekocht, doch Dosas waren mir unbekannt, bis mir dieses Buch unter die Nase kam. Es hat mich zwar von Anfang an gereizt, aber lange Zeit konnte ich die Hemmschwelle nicht überwinden mich an den Versuch zu wagen Teig aus Reis und Linsen zu fermentieren.
Im Nachhinein muss ich sagen: so entging mir lange Zeit ein unheimlicher Genuss! Also: ran ans Werk! Schlimmstenfalls geht die Fermentation schief und man startet einen neuen Versuch, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ;) Allerdings sind die Anweisungen und Tipps in diesem Buch so genau und anschaulich, dass kaum etwas schieflaufen kann.

Zu Beginn sollte man sich mit den in der indischen Küche verwendeten Gewürzen auseinandersetzen. Dies habe ich schon vor diesem Buch getan, aber Neulingen werden hier viele Informationen an die Hand gegeben, sodass es sich erübrigt sich das Wissen aus anderen Quellen zusammensuchen zu müssen.
Bevor es ans Eingemachte gehtalso die Dosas, ihre Füllungen, Chutneys oder Soßen, wird der Leser umfassend in das Thema eingeführt. Abschließend geben die beiden Autoren zudem noch weitere Tipps und Tricks an die Hand.

Der Rezeptteil umfasst folgende Kapitel:
Vegane Dosas
Dosas
mit Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchten

Dosas mit Eiern und Milchprodukten
Süße Dosas
Getränke
Chutneys

Ich habe mit einem Freund parallel einen Teig fermentiert, orientiert haben wir uns an dem klassischen Dosarezept in diesem Buch, bei dem eine Mischung von Reis zu Linsen im Verhältnis von 2:1 verwendet wird.
Es werden zwar Reis- und Linsensorten empfohlen, wir haben jedoch unterschiedliche Sorten verwendet, funktioniert haben beide Teige.
Abweichend von den angegebenen Zeiten im Buch haben unsere Teige jedoch länger zum Fermentieren benötigt und beim nächsten Mal würden wir Reis und Linsen zudem noch länger einweichen, damit der Mixvorgang nicht allzu schwerfällig vonstattengeht. Denn selbst nach 8 Stunden waren Reis und Linsen immer noch relativ hart und schwer zu zerkleinern.
Gebacken haben wir in einer Pfanne und auf einer Gastrocrepeplatte. Es funktioniert beides, wobei es sich auf der Crepeplatte einfacher gestaltet richtig dünne und knusprige Dosas zu zaubern.

Alle Rezepte werden sehr ausführlich und anschaulich erklärt, aber nicht alle sind mit einem Foto vertreten. Dafür enthält das Buch noch einige andere Fotos, welche auf jeden Fall dazu beitragen, dass man das Buch voller Neugier und Lust durchschmökert.

Die vorgestellten Rezepte decken viele Geschmäcker und Vorlieben ab und regen gleichzeitig dazu an selbst kreativ zu werden, sei es bei der Teigherstellung oder den Füllungen bis hin zu begleitenden Dingen wie Chutneys und Soßen.
Wir sind nun zumindest richtig angefixt und haben noch viele Pläne unseren Teig zu perfektionieren und mit den Füllungen zu experimentieren. Bei Dosas gibt es kein richtig oder falsch, so lässt sich der Teig auch ausbacken vom dünnen Crêpe bis hin zu dickeren Pancakes.

Dosa-Küche ist ein Buch für experimentierfreudige Köche, die mit einem köstlichen und gesunden Essen für den (zeitlichen) Aufwand der Fermentation belohnt werden.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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2 thoughts on “[REZENSION] Indiens Dosa-Küche

  1. Hallo und guten Tag,

    hm, ich glaube damit wäre ich mich mal näher beschäfftigen.Denn indische Küche mag meine Familie und ich sehr gerne…

    Danke deshalb für die Vorstellung..LG…Karin..

    1. Hallo,
      mach das, ich kann es wirklich sehr empfehlen :)
      Ich war am Anfang wirklich skeptisch, aber es funktioniert tatsächlich gut, man muss halt Zeit und Ruhe aufbringen, aber das Ergebnis entlohnt dich dafür!
      Liebe Grüße Anette

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