Redakteur: Christiane Demuth
Titel: Ruf aus der TiefeAutor: Robin Dix
Illustrator: Helge Vogt
Verlag: Baumhaus
Reihe: Schule des Meeres 1
empfohlenes Lesealter: ab 9 Jahren
Ausführung: Hardcover, 208 Seiten


RUF AUS DER TIEFE
Aus vierlei Gründen ist Fynn im Waisenhaus todunglücklich. Er spürt, dass er dort nicht hingehört, dass er anders ist. Doch erst als ein brummiger Seebär ihn aus den Mauern befreit, mit ihm in See sticht – und ihn nach ein paar Tagen einfach über Bord wirft –, beginnt Fynn zu ahnen, wie sehr er sich von anderen unterscheidet. Unter Wasser erwarten ihn nahezu augenblicklich neue Hürden und Stolpersteine. Dennoch spürt er instinktiv, dass die Schule des Meeres nicht nur sein neues, sondern sein wahres Zuhause ist. Und diese Erkenntnis macht Fynn glücklich. Ganz gleich, welche Prüfungen ihm noch bevorstehen.
Eine magische Schule, unterschiedliche Häuser, eine Zeremonie, in der sich die Prüflinge mit ihrem Seelentier verbinden und dadurch ihre Zugehörigkeit zu einem Haus bestimmt wird – all das sind Aspekte, die nicht gänzlich neu erdacht sind. Letztlich sind es aber immer die Details und ihre Umsetzung, die darüber entscheiden, wie stimmig das Gesamtbild wirkt.
Robin Dix holt den Leser vor allem mit seiner Beschreibung der Unterwasserwelt sofort ab. Seine Faszination und Leidenschaft für die Tiefen des Meeres sind in jeder Zeile spürbar. Allein dadurch entwickelt sich ein regelrechter Sog, dem man sich kaum entziehen kann – dies aber auch gar nicht möchte. Vielmehr will man unbedingt erfahren, was Fynn dort alles erwartet, schließlich betritt man diesen Ort gemeinsam mit ihm zum ersten Mal.
Es ist ein ebenso interessantes wie spannendes Abenteuer, das Fynn und den Lesern bevorsteht. Dabei geht es um Themen rund um Freundschaft, Zusammenhalt und Familie, die sowohl über als auch unter Wasser von Bedeutung sind, ebenso wie um jene, die untrennbar mit den Tiefen des Meeres verbunden sind. Verwunschene und gefürchtete Orte sowie Geheimnisse, über die die Erwachsenen lieber schweigen, ziehen nicht nur Fynn magisch an. Dass es dabei durchaus gefährlich werden kann, erscheint nur folgerichtig.
Wunderschön illustriert und visualisiert wird die Geschichte von Helge Vogt. Durch das Zusammenspiel von Bild und Text gewinnt die Erzählung zusätzlich an Lebendigkeit. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, lässt sich sagen, dass es sich hier um einen sehr gelungenen Auftaktband handelt, der mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger endet. Glücklicherweise muss man auf die bereits angekündigte Fortsetzung nicht mehr allzu lange warten.

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Hallo liebe Christiane,
grins……… gerade habe ich einen Info-Newsletter genau zu diesem, deinem vorgestellten Roman direkt vom Verlag erhalten auch mit entsprechendem möglichen Gewinnspiel….cool oder ?
LG..Karin..