Rezension

[REZENSION] Betreutes Morden (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Betreutes Morden (OT: I’m Not The Only Murderer In My Retirement Home)
Autor: Fergus Craig
Übersetzer: Julian Haefs
Sprecherin: Manon Straché
Verlag: Aufbau Audio
Reihe: Carol Quinn 1
Ausführung: Ungekürzte Lesung, ca. 519 Minuten, Audio-Download
Autor:
Fergus Craig wurde 1980 in Sunderland geboren und hat an der University of Manchester studiert. Heute lebt der mehrfach preisgekrönte Schauspieler, Komiker und Fernsehautor in London. Seit 2021 schreibt er Krimis. »Betreutes Morden« ist der erste, der auch auf Deutsch erscheint.
 
Sprecherin:
Manon Straché stammt aus einer Theaterfamilie. Sie studierte Schauspiel und Theaterwissenschaft an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig.
2010 erschien ihr Buch «Leise jedoch kann ich nicht. Meine Geschichte der Geschichte» über Leben und Lachen in Ost und West. Manon Straché spielte am Theater und an der Komödie am Kurfürstendamm. Zuletzt war sie am Theater am Kurfürstendamm als Bette Davis in «Bette & Joan», in «Pension Schöller» und «Monsieur Piere geht online» zu sehen. Zur Zeit arbeitet Manon Straché an verschiedenen Hörbuchproduktionen und ist regelmäßig als Synchronsprecherin tätig.

 

BETREUTES MORDEN

 

Nachdem sie 35 Jahre wegen Mordes in Haft verbracht hat, wird Carol zugestanden, in ein Seniorenheim zu ziehen. Natürlich unter Bewährungsauflagen. Zunächst entwickelt sich alles in eine positive Richtung. Sie findet schnell Anschluss und niemand ahnt etwas von ihrer Vergangenheit. Doch plötzlich kommt es zu einem Mord im schönen Sheldon Oaks, und schon sind alle Augen auf Carol gerichtet, denn ihr Geheimnis ist keines mehr. Ihr bleibt also nichts anderes übrig als die Flucht nach vorn anzutreten und den Täter selbst zu überführen …

Ähnliche Startschwierigkeiten wie die Hauptprotagonistin in ungewohnter Freiheit hat auch die Geschichte als solche. Zu Beginn scheint alles ein bisschen ungeordnet und regelrecht fragmentarisch. Eine klare Linie lässt sich nicht erkennen, als wüsste der Autor noch nicht so recht in welche Richtung seine Erzählung sich entwickelt. Später wird das Tempo ordentlich angezogen, hier gilt es dann aufmerksam zu bleiben, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Verloren wirken auch die Figuren hin und wieder. Obgleich sie alle eine gewisse Lebenserfahrung vorweisen können, werden sie dennoch mit unerwarteten oder unbekannten Themen und Situationen konfrontiert. Dafür schlägt der sonderbare Trupp sich dennoch ganz passabel. Trotz des begrenzten Terrains, auf dem sich das Hauptgeschehen abspielt, werden immer wieder Abzweigungen genommen, die man in der Form vermutlich nicht erwartet hätte.

Manon Straché haucht dem ungewöhnlichen Setting und den Charakteren Leben ein. Sie greift Unsicherheiten und eine angespannte Atmosphäre gekonnt auf, wodurch sie den Hörer bei der Stange hält. An ihrer Interpretation gibt es keine Kritik, lediglich der Inhalt selbst weist ein paar kleinere Schwächen auf. Nichtsdestotrotz ein kurzweiliger Krimi, der vor allem zum Ende hin noch für eine große Überraschung sorgt und somit doch noch Neugierde auf den Folgeband schürt.

 
 

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