Rezension

[REZENSION] Mopssturm

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Mopssturm
Autor: Martina Richter
Verlag: Midnight
Reihe: Holmes und Waterson 5
Ausführung: Taschenbuch, 208 Seiten

 

Autor:
Geboren wurde ich 1966 in Bielefeld, wuchs aber in Baden-Württemberg auf, wo meine Eltern eine Jugendherberge leiteten. Nach meinem Studium der Geographie in Tübingen begann ich ebenfalls in der Jugendherberge zu arbeiten. Bis heute lebe ich mit meinen beiden Töchtern und vielen Tieren in einem Bauernhaus in Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb. Nach dem Tod meines Sohnes im Jahre 2000 begann ich mit dem Schreiben. Mein erster Roman „Die Schimmelreiterin“ wurde im Herbst 2015 veröffentlicht. Meine eigentliche Liebe gilt aber dem klassischen Kriminalroman. Mein Detektiv ist ein junger Mops namens Holmes.

 

MOPSSTURM

 

Der junge, gutaussehende Graf Falk von Knieslingen kehrt in seine Heimat zurück und alles steht Kopf. Allen voran die Damen des Dorfes, die hin und weg von seiner Erscheinung sind. Doch zieht seine Rückkehr auch diverse, eher unschöne, Ereignisse nach sich. Der Umbau der alten Burg in ein modernes Hotel stößt nicht überall auf Zuspruch, wodurch es immer wieder zu Zwischenfällen auf der Baustelle kommt. Miro, der das Projekt als Architekt betreut, wird in eine Sache hineingezogen, die sich schnell verselbstständigt. Plötzlich steht er unter Mordverdacht. Mops Holmes und Kommissar Waterson geben alles, um den Fall möglichst ohne Verluste und Blessuren zu überstehen. Ob dies gelingt?

Obwohl es sich bei „Mopssturm“ bereits um den fünften Fall für das ungewöhnliche Ermittlerteam handelt, haben auch Neueinsteiger keinerlei Probleme. Das inhaltliche Verständnis betreffend sowieso nicht, da der Band als solcher abgeschlossen ist, aber auch bezüglich der Figuren gibt es kaum weiteren Informationsbedarf. Wichtige Ereignisse der Vergangenheit werden kurz aufgegriffen und die Personen in aller Kürze nochmals vorgestellt. So kann sich jeder Leser von der ersten Seite an auf die Geschichte einlassen und dem Geschehen folgen, welches noch einige Überraschungen bereit hält.

Holmes ist ein wahrer Detektivmops, der keiner gefährlichen Situation aus dem Weg geht. Leider rächt sich dies innerhalb des aktuellen Falls gleich mehrfach. Immer wieder hat man Sorge, dass Mut und Leichtsinn viel zu nah beieinander angesiedelt sind, nicht nur bei den tierischen Charakteren. Entsprechend spannungsgeladen stellt sich die Atmosphäre dar. Obwohl es durchaus den ein oder anderen Anlass zur Freude gibt, wird doch vieles überlagert von düsteren Vorahnungen, die vermutlich zunächst nur der Leser wahrnimmt. Am liebsten würde man aktiv ins Geschehen eingreifen, um manche Tat zu verhindern. Andererseits würde man damit den gesamten Ablauf gefährden und vielleicht sogar noch Schlimmeres heraufbeschwören.

Ein wenig hat man das Gefühl, dass weder Mensch noch Tier aus diversen Situationen Lehren ziehen und dadurch möglicherweise sogar Fehler wiederholen. Natürlich erfordern ungewöhnliche Ereignisse mitunter unorthodoxe Methoden, die Sicherheit sollte allerdings dennoch an erster Stelle stehen. Somit ist man nicht immer vollends einverstanden mit den Aktionen des Ermittlerteams, zielgerichtet eingesetzte Überraschungsmomente können einen dann aber doch zeitweise versöhnen. Nachdem es dieses Mal für alle Beteiligten ziemlich persönlich wurde stellt sich die Frage, ob es weitere Fälle für Holmes und Waterson geben wird. Als Leser hofft man dies definitiv.

 

Reihen-Info:
Band 1: Mopshimmel
Band 2: Mopswinter
Band 3: Mopsfluch
Band 4: Mopsnacht

 

 

MUSS ICH HABEN!

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