Rezension

[REZENSION] Spuk in Bayern

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Spuk in Bayern
Autor: Gabriele Hasmann
Verlag: Ueberreuter Sachbuch
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 168 Seiten
Autor:
Gabriele Hasmann wohnt in Baden bei Wien. Seit vielen Jahren führt sie furchtlose Menschen auf ihren Mystery-Touren durch Wien und veranstaltet Mystery Dinner, in und rund um Wien. Als erfahrene Spuk-Jägerin hat Sie schon zahlreiche Bücher bei Ueberreuter veröffentlicht, zuletzt von ihr erschienen sind “Spukguide Wien” und “Prominente Geister”.
 

 

SPUK IN BAYERN

 

Wo sich Legenden ranken, da sind Spukgeschichten meist nicht weit. Gabriele Hasmann hat sich für ihr aktuelles Sachbuch hinabbegeben in die Untiefen Bayerns, vor Ort recherchiert und Geschichten ans Tageslicht gebracht, die möglicherweise unter Verschluss doch besser aufgehoben wären. Dann aber wiederum wäre der Gruselfaktor vermutlich deutlich gesunken, was nicht der Sinn und Zweck dieser Sammlung ist. Entsprechend ist es schon ganz gut so wie von der Autorin dargestellt.

Die Übergänge zwischen historischen Fakten, Augenzeugenberichten und schemenhaften wie sagenumwobenen Geschichten sind so fließend, dass sich kaum bis gar keine Grenzen erkennen lassen, man daher auch niemals konkret sagen kann was nun Wirklichkeit und was möglicherweise „Hirngespinste“ sind. Auf Grund des flüssigen Schreibstils und der insgesamt interessanten Darstellung wirken sämtliche Erzählungen authentisch, eine Auswahl zu treffen oder gar eine Rangliste zu erstellen – nach welchen Faktoren auch immer – fällt zunehmen schwerer, je tiefer man in die Materie eindringt.

Vor allem muss erwähnt werden, dass diese Tour durch den Süden Deutschlands mitnichten nur für Einheimische verständlich und informativ ist. Selbst wenn man einige der Orte nicht einmal vom Hören her kennt oder sie noch nie bereist hat, kann man sich sofort die Umgebung und das Umfeld vorstellen, sowie mit den Ereignissen bestücken. Dennoch, so bildhaft die Sprache Gabriele Hasmanns auch daher kommt, die ein oder andere Visualisierung, sei es in Form einer Zeichnung oder einer Photographie, hätte dem Ganzen noch ein wenig mehr Pep verliehen.

Sicherlich ist das mystisch angehauchte nicht jedermanns Sache, dennoch sei gesagt, man sollte unbedingt versuchen sich drauf einzulassen. Und selbst wenn man im Nachhinein Schauergeschichten noch immer nicht zu seinem bevorzugten Genre zählen sollte, wird man die Erfahrung, die man mit „Spuk in Bayern“ gemacht hat, bestimmt nicht bereuen.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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