Rezension

[REZENSION] Insel der Schrecken

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Insel der Schrecken (OT: The Darkdeep)
Autor: Ally Condie / Brendan Reichs
Übersetzer: Leo H. Strohm
Verlag: Fischer KJB
Reihe: Darkdeep 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 320 Seiten
Autor:
Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die phänomenal fesselnde Serie »Cassia & Ky« wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und war ein überwältigender internationaler Erfolg.

Brendan Reichs ist New-York-Times-Bestsellerautor und Mitglied der Geschäftsleitung der YALLFEST- und YALLWEST-Literaturfestivals. Er hat einen M.F.A. in Kreativem Schreiben vom Vermont College of Fine Arts erhalten und lebt in Charlotte, North Carolina, mit seiner Frau, seinem Sohn, seiner Tochter und einer Herde von Tieren.

 

INSEL DER SCHRECKEN

 

Nicht ganz freiwillig gelangen Nico, Opal, Tyler und Emma gemeinsam in eine verzwickte Lage. Ein verlassenes Hausboot und ein darin enthaltenes Wasserbassin üben eine unbeschreibliche Faszination und Anziehungskraft auf die Gruppe aus. Doch je tiefer sie in das Geheimnis eintauchen und je näher sie der Lösung des Rätsels kommen, desto gefährlicher und unkontrollierbarer wird die Situation. Nur wenn sie an einem Strang ziehen können sie den Kampf vielleicht gewinnen…

Das ‘Finstertief’ scheint Fluch und Segen zugleich. Vor allem aber spürt der Leser sofort die Stärke des vermeintlich harmlosen Wasserbeckens. Dennoch ist wohl niemand auf die entfesselten Mächte und Schrecken gefasst, die sich im Laufe des Geschehens manifestieren. Nicht nur die Protagonisten müssen sich zusammenreißen, um einen klaren Kopf zu behalten und die Ereignisse nicht vollends aus dem Ruder laufen zu lassen. Aber ist es dafür womöglich bereits zu spät?

Die Autoren erschaffen eine Fantasie, die, beleuchtet man sie genau, durchaus Chancen mit sich bringt. Dafür ist es jedoch zwingend notwendig mit voller Konzentration bei der Sache zu bleiben und sich emotional nicht allzu sehr ablenken zu lassen. Letzteres ist gar nicht so leicht, betrachtet man das teils kopflose Vorgehen der Charaktere, bei dem man am liebsten sofort eingreifen würde. Doch nur wer den Blick über das große Ganze schweifen lässt, wird zwischen den Zeilen Dinge entdecken, die nicht unbedingt von Anfang an ersichtlich sind.

Dafür, dass die „Insel der Schrecken“ einen Reihenauftakt bildet, geschieht bereits allerhand. Nicht im durchweg selben Tempo oder auf gleichem Niveau, dafür stetig. Im Grunde genommen könnte die Geschichte tatsächlich auch für sich alleine stehen, obwohl schlussendlich doch die Neugierde siegt wie der Fortgang des Geschehens wohl aussehen wird. Ob der teilweise düsteren Schilderungen stellt sich allerdings die Frage inwiefern das Werk generell bereits ab 10 Jahren geeignet ist. Eine individuelle Einschätzung sollte vorab zumindest in Erwägung gezogen werden.

 
 
MUSS ICH HABEN!

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2 thoughts on “[REZENSION] Insel der Schrecken

    1. Hallo Karin,
      nein, mit den drei ??? würde ich die Geschichte nicht vergleichen wollen. Es geht um Abenteuer und Ängste, eher in Richtung fantastischer Literatur.
      LG

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