Rezension

[REZENSION] Schwabentod

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Schwabentod
Autor: Sybille Baecker
Verlag: Emons
Reihe: Kommissar Brander 9
Ausführung: Taschenbuch, 336 Seiten
Autor:
Sybille Baecker ist gebürtige Niedersächsin und Wahlschwäbin. Sie studierte BWL, arbeitete als IT-Prozessingenieurin, später als Pressereferentin und lebt heute als Schriftstellerin in der Nähe von Tübingen. Durch ihre Krimiserie mit Whiskyfreund Andreas Brander wurde sie zur Fachfrau für »Whisky & Crime«, sodass auch ihre Veranstaltungen häufig von einem Whiskytasting begleitet werden.

 

SCHWABENTOD

 

Innerhalb kürzester Zeit werden zwei Leichen gefunden, bizarr drapiert und rosa lackiert. Eine direkte Verbindung zwischen den Opfern scheint es nicht zu geben, wohl aber eine Person, die mit beiden bekannt war. Die Ermittlungen führen Kommissar Brander und sein Team in die Welt der künstlichen Intelligenz, neuartiger Forschungen und Erkenntnisse was die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine angeht. Wo aber sind nun Motiv und Täter zu suchen? Und wird es weitere Opfer geben?

Obwohl es sich bereits um den neunten Band der Reihe rund um Kommissar Brander handelt, fühlt man sich als Leser keineswegs ausgeschlossen, wenn dies die erste Begegnung ist. Wichtige Informationen zu Charakteren, ihren Beziehungen untereinander oder auch vergangenen Ereignissen, werden kurz und präzise wie beiläufig eingestreut, um eine allgemeine Grundlage zu schaffen. Sowieso ist man ziemlich schnell mitten im Geschehen, lernt zahlreiche Figuren kennen, hat aber gleichzeitig das Gefühl auf alte Bekannte zu treffen.

Thematisch bewegt sich der Fall zwischen sehr interessanten wissenschaftlichen sowie klassischen Spannungselementen. Das Themenfeld der künstlichen Intelligenz ist immens groß, so dass sicherlich nur ein kleiner Ausschnitt betrachtet werden kann. Zumal sowohl Protagonisten wie auch Leser zumeist eher Laien auf diesem Gebiet sind. Der Autorin gelingt es, die Aspekte in einer Form darzustellen, die für jeden nachvollziehbar ist und gleichzeitig neugierig auf weitere Hintergründe macht.

Nichtsdestotrotz stehen natürlich in erster Linie die Morde im Fokus der Ermittlungen. Hier jedoch will es für die Kommissare nicht so recht voran gehen. Zwar häufen sich die Indizien, dennoch verlaufen die Spuren nach und nach im Sande. Gleich mehrere Personen machen sich verdächtig, jeder könnte es gewesen sein, die Motive ähnlich unterschiedlich wie die Charaktere selbst. Spekuliert und theoretisiert wird sehr viel, zielführend scheint das wenigste. Wer auch immer für die Taten verantwortlich ist, weiß um die notwendige Zurückhaltung.

Eine gesunde Mischung zwischen professioneller Ermittlungstätigkeit und privaten Widrigkeiten lässt die Figuren authentisch und lebendig erscheinen. Dadurch wirkt zwangsläufig auch das gesamte Geschehen realitätsnah, zumal auf dem beschriebenen Forschungsgebiet tatsächlich einiges bereits möglich und noch längst nicht alles bekannt ist. Spannende Unterhaltung mit einem Mehrwert durch interessante Fakten ist hier garantiert. Gerne möchte man Brander und seine Kollegen auch in Zukunft begleiten.

 
 
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