Redakteur: Christiane Demuth
Titel: Der AuftragAutor: Klaus-Peter Wolf
Verlag: Fischer
Reihe: Sommerfeldt Solo 1
Ausführung: Taschenbuch, 448 Seiten


DER AUFTRAG
Noch immer ist es dem bundesweiten Polizeiapparat nicht gelungen, Dr. Bernhard Sommerfeldt dingfest zu machen. Mehr denn je sinnt er auf Rache und befindet sich zugleich auf der Flucht. Doch ist er das wirklich? Oder gelingt es ihm erneut, sich mitten in Ostfriesland vor aller Augen zu verbergen, um den Bösewichten, denen es an den Kragen gehen soll, ganz nah zu sein?
Mit „Sommerfeldt Solo“ startet Klaus-Peter Wolf bereits die vierte Trilogie, die weiterhin im Umfeld der ostfriesischen Polizei und des Teams um Ann Kathrin Klaasen angesiedelt ist und zahlreiche dem geneigten Leser vertraute Protagonisten zusammenführt. Um Hintergründe und Zusammenhänge nachvollziehen zu können, sind Vorkenntnisse nicht nur hilfreich, sondern nahezu unerlässlich. Ob man die vorherigen Trilogien vollständig oder lediglich auszugsweise verfolgt hat, spielt dabei allerdings keine entscheidende Rolle.
Gewohnt leichtfüßig und eingängig präsentiert sich der Schreibstil des Autors, sodass es ihm mühelos gelingt, den Leser von der ersten Seite an mitzunehmen. Schnell findet man sich in einem Geflecht wieder, bei dem nie ganz abzusehen ist, in welche Richtung es sich letztlich entwickeln wird. Während einerseits einer klaren Linie gefolgt wird, wechselt die Handlung andererseits im regelmäßigen Abstand den Schauplatz. Das sorgt für Dynamik und hält das Geschehen lebendig.
Obwohl als Krimi deklariert, muss man doch klar festhalten, dass der Spannungsbogen zwar funktioniert, insgesamt aber recht leicht zu durchschauen ist. Dennoch gelingt es dem Autor, einige unerwartete Wendungen einzubauen. In vielen Fällen darf man den eigenen Vermutungen jedoch durchaus vertrauen. Wie gewohnt setzt Klaus-Peter Wolf auch diesmal auf tiefschwarzen Humor, der nicht in jeder Situation vollkommen stimmig wirkt und stellenweise sogar ins Alberne abzudriften droht. Entsprechend gelingt ihm diese Gratwanderung nicht durchgehend.
Trotz der genannten Kritikpunkte fliegt man förmlich durch die Lektüre und möchte nach der letzten Seite dieses Auftaktbandes am liebsten sofort erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Denn Sommerfeldt ist zurück – und er verfolgt eine ganz eigene Mission.

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