Rezension

[REZENSION] Schnee in Paris (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Schnee in Paris
Autor: Markus Topf
Sprecher: Joachim Tennstedt, Ulrike Möckel u.a.
Verlag: Contendo Media
Reihe: Morgan + Bailey 11
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 57 Minuten, 1 CD
Sprecher:
Joachim Tennstedt, Ulrike Möckel, Katja Brügger, Ulrike Stürzbecher, Santiago Ziesmer, Jens Wendland, Detlef Tams, Patrick Steiner, Marc Schülert, Christoph Piasecki, Simon Böer, Bejo Dohmen

 

SCHNEE IN PARIS

 

Nach einigen aufreibenden Tagen im Vatikan machen Rose Bailey und Charles Morgan Halt in Paris, um eine alte Schulfreundin – und inzwischen gefeierte Autorin – von Rose zu besuchen. Doch bereits auf dem Bahnsteig kommt es zu einer folgenschweren Begegnung, deren Ausmaße sich als weitreichender entpuppen als zunächst angenommen. Doch das himmlische Duo bleibt sich und seinen Prinzipien treu, indem es sich auf die Spur des Verbrechens begibt, und dabei einiges an Staub aufwirbelt.

Wohin dieser Fall sie führen würde, wurde bereits bei der Abreise aus dem Vatikan angedeutet, so dass auf eine großartige Einführung verzichtet werden kann, man landet entsprechend direkt mitten im Geschehen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es schon früh zu der ausschlaggebenden Situation kommt, die den Stein ins Rollen bringt und die Geschichte in die angestrebte Richtung lenkt. Angenehm gestaltet sich dabei das Zusammenspiel zwischen der Unbedarftheit der Protagonisten, die von der schicksalhaften Begegnung noch nichts ahnen und dem vermeintlichen Wissen des Hörers, der bereits zu diesem Zeitpunkt spürt, dass etwas im Argen liegt.

Im weiteren Verlauf werden Hinweise gestreut, Theorien bestätigt, aber auch falsche Fährten gelegt, wodurch der Erzählfluss stetig vorangetrieben und gleichzeitig die Spannung erhöht wird. Sicherlich gibt es hin und wieder Momente, die sich deutlicher ankündigen als andere, aber auch hier kann es durchaus zu Überraschungen kommen. Vielleicht läuft manches ein bisschen zu glatt, vielleicht haben Morgan und Bailey manches Mal zu viele Lösungsansätze für unerwartete Begebenheiten parat, aber vielleicht unterschätzt man einfach auch ihr Können was das Umschalten in Extremsituationen angeht.

Unbedingt zu erwähnen sind in dieser Folge die Leistungen der Co-Sprecher Katja Brügger und Ulrike Stürzbecher, die beide einen grandiosen Job machen, indem sie eine Authentizität vermitteln, die den Hörer glauben macht realen Erlebnissen zu folgen. Direkt wird auch wieder ein Ausblick auf die nächste Folge gegeben, die einige Aufregung verspricht.

 
 
MUSS ICH HABEN!

 

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